Es ist mal wieder so weit. Die Depression ist wieder sehr aktiv und ich bin ihr erlegen.
Wieder keine Vorwarnung. Von einer zur anderen Minute wird der Schalter umgelegt und ich falle in ein bodenloses Loch. Wenn ich dann doch irgendwann unten angekommen bin, sagt mir die Depression was ich zu tun hätte.
So fange ich an eine Mauer zu errichten. Die auf der einen Seite nichts an mich ranlässt und auf der anderen Seite ich mich selbst damit den Weg nach draußen versperre.
Aber solche Gedanken kommen gar nicht erst bei mir hoch. Die Depression hat mein Denken und Handeln übernommen und so baue ich weiter an dieser Mauer.
Die Überschrift bezieht sich auf meine verschiedene Fotoprojekte.
Da wäre zum einen mein Podcast, wo ich im Moment kein Thema für die kommende Folge mir einfallen will. Dann die Camp Snap-Tour 2025 und ganz neu die Kamera-Ausleihfunktion. Alles sind Projekte, die ich gerne ins Leben gerufen habe. Das steht außer Frage. Doch seit gestern fühle ich mich irgendwie überfordert.
Bei der Camp Snap-Tour 2025 muss ich die einzelnen Teilnehmer in eine Liste eintragen so das in einer bestimmten Reihenfolge die Kamera weitergeschickt wird. Dazu kommen die Mails, die versendet werden in der z.B. die Sendungsnummer an den nächsten Teilnehmer geschickt wird. Hört sich nicht unbedingt nach viel Arbeit an, aber es gibt da Momente, wo das Ganze mir zu viel wird.
Dann kommt jetzt die Kamera-Ausleih-Aktion dazu, wo ich ältere, fremde Kameras teste, um zu zeigen das man nicht zwangsweise immer das neuste Modell kaufen muss, um gute Fotos zu erstellen. Die ersten Kameras werden wohl diese Woche bei mir eintrudeln. So richtig Gedanken über das Testszenario habe ich noch nicht gemacht, was mir Sorgen bereitet.
Mein Podcast, den ich gerne betreibe, kann auch zu einer Last werden. Themensuche, wenn eins gefunden ist die Stichpunkte für die neue Folge festlegen, versuchen Stimmtechnisch eine mehr oder weniger saubere Aufnahme hinzubekommen. Dann das Ganze mit Intro + Outro mischen und neu abspeichern. Zum Schluss noch hochladen und veröffentlichen. Auch das klingt nach wenig Arbeit, bzw. überschaubarer Arbeit. Doch auch hier fühle ich mich durchaus überfordert.
Ich hoffe das sich das Ganze innerlich beruhigt und ich mit Freude weiter an diesen Projekten arbeiten kann.
Wie viele von euch wissen, arbeite ich gerne mit etwas in die Jahre gekommenen Kameras. Nun dachte ich mir, dass ich daraus eine kleine Testreihe machen könnte. Doch da meine Rente mich nun mal finanziell einschränkt, so dass ich mir selbst ältere Kameras nicht einfach so für einen Test kaufen kann. Ich bin Dankbar für meine Olympus die auch schon 10 Jahre alt ist und trotzdem schöne Fotos macht.
Und nun kommt ihr ins Spiel!
Wenn ihr eine Digitalkamera zu Hause im Schrank, oder auf dem Regal liegen habt, die ihr nicht mehr nutzt, schickt mir diese und ich zeige auf, was 2025 mit einer solchen Kamera noch möglich ist. Auf Wunsch übernehme ich auch die Portokosten. Es geht um die Kameras, die man irgendwann gekauft hat und jetzt auf dem Gebrauchtmarkt nicht mehr viel Geld bringt. Sie wegzuwerfen aber auch zu schade ist.
Es ist dabei egal um welche Art von Kamera es sich handelt. Ob digitale Spiegelreflex, spiegellose Systemkamera, oder auch digitale Kompaktkamera, alle sind gerne hier gesehen. Bei den spiegellosen Systemkameras und digitalen Spiegelreflexkameras muss natürlich ein passendes Objektiv mitgeliefert werden. Welches, ist dabei völlig egal. Natürlich sollte ein Akku und das Ladegerät auch dabei sein. Ist klar, oder?
Eine kurze Mail an hd-com@gmx.de für die erste Kontaktaufnahme, und schon kann es losgehen.
Im Gegenzug werde ich einen subjektiven Testbericht über die jeweilige Kamera schreiben und euch und eure Webseite, Blog usw. gerne verlinken. Nach ca. 10-14 Tagen Testphase, geht die Kamera wieder zurück an den Besitzer, die Besitzerin.
Die ersten 3 Kameras wurden in diesem Zusammenhang schon getestet.
Wer wie ich, an Depressionen leidet, hat es auch mit dem Begriff Scham zu tun. Denn diese Krankheit übernimmt nicht nur dein Denken und Handeln, sondern bringt dich in Denkprozesse die du (fast) nicht beeinflussen kannst.
Eine davon ist die Scham. Die Krankheit (es ist eine anerkannte Krankheit!) suggeriert mir das ich mich wegen der Depression schämen sollte. Wie sieht das denn aus? Draußen rumlaufen obwohl man wegen dieser Krankheit berentet ist. Ich sollte mich was schämen. Andere gehen arbeiten in dieser Zeit, um die Familie zu versorgen, und ich, ich gehe spazieren.
Wenn die Depression zuschlägt, gehe ich nicht raus und liege oft auf der Couch. Auch da kommt die Scham hoch. „Lässt du wieder deine Frau alles allein machen, findest du das gut?“
Die Depression klagt mich immer wieder an, so dass ich mich schäme. Ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass ich mich nicht schämen muss. Es ist die Krankheit, die mich das Denken lässt und hat mit der Realität nicht wirklich was zu tun.
Aber auch heute noch rutsche ich trotzdem hin und wieder in dieses Schamgefühl rein, aber längst nicht mehr so oft, wofür ich dankbar bin. Ich bin krank und muss mich deswegen nicht schämen.
Da mein letzter Beitrag „Selbstdarstellung“ einige gute Kommentare bei Mastodon ergeben haben, dachte ich mir, ich mal ein neues Foto. Hier noch einige erklärende Worte dazu.
Unsichtbar erzählt von der Situation, dass ich niemanden ansehen will und mich auch keiner ansehen kann. Ich bin unsichtbar für das Umfeld. Das passiert, wenn bei mir die Depression wieder zuschlägt.
Sehr verletzlich bin ich in einer solchen Situation. Deswegen ziehe ich mich auch völlig zurück. Ich möchte kein Mitleid und keine gut gemeinten Ratschläge. Diese helfen mir nicht, eher das Gegenteil passiert.
Mir ist durch den Kopf gegangen, dass wir auch mal eine Linkliste von unserem Lieblings-Fotoladen erstellen könnten. Also da wo wir persönlich beraten werden und dort auch einkaufen. Mitmachen kann jeder. Einfach den Namen des Fachhändlers, die Postleitzahl und den passenden Link dazu mir schicken: hd-com@gmx.de . Ich werde diesen dann in diesem Beitrag veröffentlichen. Wenn die Liste einigermaßen groß ist, werde ich dazu nach PLZ geordnet eine Linkliste erstellen.
Ach ja, das Teilen von diesem Beitrag erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir relativ schnell eine große Liste zusammen bekommen.
Ich schaue schon länger nicht mehr in den Spiegel, außer ich muss den Bart rasieren. Ich weiß ja, wie ich aussehe und mich damit fühle. So habe ich mal aufgeschrieben was mich als Mensch ausmacht;
Christ
Männlich
62 Jahre alt
Verheiratet
2 Kinder
3 Enkelkinder
Freundlich
Depressiv
Knapp 40 Kg zu viel (wegen div. Tabletten und Depression)
Ich habe, wie einige von euch wissen, in meiner fotografischen Laufbahn zig Kameras gehabt. Manche weniger als 2 Wochen, andere über ein Jahr.
Von 1/23 Sensor bis Vollformat war alles dabei. Dabei waren auch Canon, Nikon, Sony, Panasonic, Olympus, Pentax, um nur einige zu nennen.
Doch was ich bis jetzt noch nicht hatte, neben Hasselblad, das wäre eine Leica.
Damit meine ich eine „richtige“ Leica. Denn es gibt z.B. Die Leica D-Lux 7, oder die aktuelle Leica D-Lux 8. Diese sind nichts anderes wie eine Panasonic LX100 und LX100 Mark II, halt nur um gelabelt. Also diese Modelle fallen schon mal durch das Raster.
Dann wären noch die Modelle X1, X2 oder X Vario. Die könnten schon in die enger Wahl fallen, wenn, … wenn sie einen elektronischen Sucher hätten, was nicht der Fall ist.
Dann schau ich mal weiter und finde die Leica C-Lux. Die hat ein 24 bis 360 mm (35mm-äquivalent) Objektiv, leider mit nur F3.3-6,4, und sie hat eben „nur“ einen 1“ Sensor.
Irgendwas ist ja immer.
Wenn ich sparsam lebe und mir wirklich nichts mehr gönne, dann könnte ich so Mitte 2027 mir vielleicht eine Leica Q (Typ 116) kaufen. Die wäre dann ca. 12 Jahre alt. Doch dann stellt sich die Frage, wenn sie mir nicht gefällt, habe ich 2 Jahre auf Sparflamme gelebt für nix. Außer das ich sagen könnte das Leica mir nicht liegt.
So sind derzeit meine Gedanken im Bereich Fotografie.
Vielleicht habt ihr noch eine Idee, oder soll ich das Projekt Leica endgültig streichen? Das würde mir sicher schwer fallen.
In einem stillen Garten, wo die Farben des Lebens einst in voller Pracht erblühten, stand eine geknickte, verwelkte Hortensienblüte. Ihre einst leuchtenden Blütenblätter, die in sanften Blau- und Rosatönen schimmerten, waren nun verblasst und trugen die Spuren der Zeit. Die zarten Blüten, die einst voller Leben waren, hingen traurig und schlaff herunter.
Diese verwelkte Blüte war mehr als nur ein Zeichen des Verfalls; sie war ein kraftvolles Sinnbild der Vergänglichkeit. Sie erinnerte daran, dass alles Leben, so schön und lebendig es auch sein mag, irgendwann dem Lauf der Zeit unterliegt. Die Hortensie hatte ihre Blütezeit erlebt, war von der Sonne geküsst und vom Regen genährt worden, doch nun war sie ein stiller Zeuge des Wandels, der unaufhörlich um sie herum geschah.
In ihrer Traurigkeit trug die Blüte eine stille Weisheit in sich. Sie lehrte, dass das Leben in ständiger Bewegung ist, dass Freude und Schmerz, Wachstum und Verfall untrennbar miteinander verbunden sind. Die Schönheit der Natur liegt nicht nur in der Blüte, sondern auch im Verblassen, im Loslassen und im Akzeptieren des Unvermeidlichen.
So stand die geknickte Hortensienblüte im Garten, ein zartes, aber kraftvolles Symbol für die Vergänglichkeit, das uns daran erinnerte, die kostbaren Momente des Lebens zu schätzen, solange sie blühen, und die Schönheit im Wandel zu erkennen, auch wenn die Farben verblassen.
Leider ist es zwischenzeitlich so, wenn ich mal eine alte NSU sehe und fotografiere, habe ich die Negativbedeutung leider auch im Kopf. Schade, dass dieses Kürzel so umgesetzt wurde.