Schlagwort: Fotografie

  • Ich teste eure Kamera: Fujifilm X-T1

    Die heutige Kamera habe ich vom Pastor unserer Gemeinde zum Testen bekommen. Er hat damit viele Jahre fotografiert. Zwischenzeitlich arbeitet er mit einer Fujifilm X-H2. So kam ich auf die Idee seine alte X-T1 mal zu testen.

    Mit der Fujifilm X-T1 brachte Fuji im März 2014 seine neue Flaggschiff-Kamera auf den Markt. Sie war eine der ersten Kameras, die den hauseigenen X-Trans-Sensor mit 16 Megapixeln verbaut hatte. Er versprach einen größeren Dynamikumfang.

    Außerdem wurde mit diesem Modell ein Retro-Optik ins Leben gerufen, die auch heute noch anhält. Zwischenzeitlich sind auch andere Hersteller auf diesen Zug aufgesprungen. An der Fuji wurden haptische Einstellräder für ISO, Belichtungszeit und Belichtungskorrektur an der Oberseite der Kamera verbaut, die stark an alte analoge Zeiten erinnern sollte. Dieses wurde auch in den Nachfolgemodellen so umgesetzt, bis in die heutige Zeit mit der Fujifilm X-T5 (die X-T6 soll nächstes Jahr kommen).

    Das Gehäuse ist aus einer Magnesium-Legierung, das dazu auch noch Staub und Spritzwasser geschützt ist. Eine der großen Neuerungen ist und bleibt für mich der elektronische Sucher. Dieser hat eine 100% Bildabdeckung und löst mit 2.360.000 Bildpunkten auf. Wir reden hier immer noch von einer Kamera aus dem Jahr 2014! Auch heute noch findet man diese EVF-Auflösung in vielen aktuellen Kameras wieder. Der klappbare Monitor hat eine Auflösung von 1.040.000 Bildpunkten.

    Die Haptik, die für mich sehr wichtig ist, ist gut. Der Griff ist zwar nicht groß, aber ausreichend. An der Vorderseite finden man den Schalter für Single-Mode, Continue-Mode und dem Manuellen Modus. Man muss dafür also nicht extra ins Menü um den jeweiligen Modus auszuwählen.

    Nun kommen wir zu einer Sache, wo die Kameras der X-Serie auch bekannt geworden sind, den Filmsimulationen.

    Die Fujifilm X-T1 bietet klassische Filmsimulationen wie Provia (Standard), Velvia (lebendig), Astia (weich), sowie Pro Neg (Standard & Hi) und Schwarz-Weiß mit Filtereffekten (G, R, Ye), plus erweiterte Filter wie Sepia oder Pop Color, um den Look analoger Filme direkt in der Kamera zu erzielen. Zusätzlich hat die Kamera auch spezielle Modi wie Classic Chrome und die Möglichkeit, eigene Simulationen zu erstellen. Wahlweise kann man in RAW, JPEG, oder die Kombination von beiden speichern. Ich selbst hatte die spätere X-T4 wie auch die X-T5, die zwischenzeitlich noch viel mehr Simulationen unterstützen.

    Nun noch kurz zum Menü. Da gibt es zum einen das sogenannte Quick-Menü, wo man die eigentlich die meisten Einstellungen schon vornehmen kann.

    Wer nun tiefer eintauchen will kann das über den Menü-Knopf, der im Zentrum des 4-Wege-Schalters liegt. Wie bei anderen Kameras auch, muss man sich etwas dran gewöhnen an den Aufbau, bzw. wo was zu finden ist. Aber es gibt sicherlich kompliziertere Menüs von anderen Herstellern.

    Hier noch zwei Negativpunkte von mir. Wenn ich die ISO-Werte verstellt habe, hatte ich immer das Problem, dass ich auch das darunter liegende Einstellrad mit verstellt habe. Plötzlich hatte ich ungewollt statt dem Einzelbildmodus z.B. den Serienbildmodus, oder auch HDR-Modus aktiviert. Was man auch wissen muss, die Kamera hat keinen internen Bildstabilisator. Gerade wenn man manuelle Objektive nutzt fehlt mir das.

    Ansonsten kann ich aber sagen, dass die Fujifilm X-T1 auch heute noch eine sehr gute Kamera ist.

    Hier nun einige Test-Fotos die ich mit dieser Kamera und dem 18-55mm Kitobjektiv gemacht habe. Alle sind im JPEG-Format im Normalmodus aufgenommen worden und unbearbeitet:

  • Sie ist da! Die neue Camp Snap Pro Kamera!

    Die meisten von meinen Lesern haben die „Camp Snap-Tour 2025 mitverfolgt, oder sogar daran teilgenommen. Ich habe dort die minimalistische Kamera aus den USA auf die Reise durch Deutschland geschickt mit einem kleinen Abstecher in die Schweiz. Hier mal der Link zu den Fotos der Tour:

    Nun ist es so weit, es gibt einen Nachfolger dieser Plastik-Nichtwegwerf-Kamera, die Camp Snap Pro. Diese hat einige interessante Neuerungen. Doch zuerst ein Blick hinter die Kulissen:

    „Ich habe mein Exemplar zu einem „Sonderpreis“ von meinem Sponsor und Händler meines Vertrauens Foto Franz in Kehl, zur Verfügung gestellt bekommen. Wenn ihr in Kehl oder Umgebung seid, dann schaut mal vorbei. Ein großartiges Team ist vor Ort und eine Menge Kameras und Objektive gibt es zu entdecken. Auch gebrauchte Kameras/Objektive findet man dort. Natürlich kann man auch bei ihnen online einkaufen und ihr könnt dort auch die Camp Snap Pro bestellen.“

    „Werbung Ende“

    Hier nun die Neuerungen der Camp Snap Pro:

    Da wäre zum einen der 1/3.06“ große (kleine) CMOS-Sensor zu nennen. Dieser hat jetzt statt 8 Megapixel, 16 Megapixel. Also mal eben eine Verdopplung.

    Die Kamera hat ein 2.56mm Objektiv. Das ist ist umgerechnet eine Festbrennweite von 22.5mm an Kleinbildformat. Der Vorteil hier ist das dieses Objektiv an der Front ein Gewinde hat, wo man z.B. einen Filter mit einem Durchmesser von 37mm verwenden kann. Oder man holt sich einen Objektivdeckel dafür. Ausserdem hat die Kamera keinen LED-Blitz mehr sondern einen Xenon Blitz. Diesen kann man einfach durch den Schalter an der Vorderseite aktivieren oder deaktivieren. Das macht diese neue Kamera finde ich noch interessanter.

    Eine wie ich finde, beste Neuerung, ist das Moduswahlrad oben auf der Kamera. Jetzt muss man nicht mehr umständlich die Kamera am Rechner anschließen, um den neuen Modus auszuwählen. Man hat dadurch eine neue Freiheit im Umgang mit dieser Kamera. Die vier Einstellungen bestehen aus „Standard, Vintage 1, Vintage 2 und Black & White. Zusätzlich ist dort auch der Ein-Ausschalter hinterlegt.

    Es gibt für euch auch die Möglichkeit eigene Filter zu erstellen und auf die Kamera zu kopieren. Wie das Ganze vor sich geht hier mal der Link dazu:

    https://www.campsnapphoto.com/pages/filters

    Rechts neben dem Moduswahlrad ist der in Chrom gehaltene Auslöseknopf. Das Geräusch (anders kann man es nicht beschreiben) beim Auslösen ist geblieben. Man kann dieses aber in den Einstellungen deaktivieren.

    Auf der Rückseite wird mit vier grünen LED´s der Akkustand angezeigt und auf dem kleinen LCD in der Mitte sieht man die Anzahl der schon gemachten Bilder.

    Auf der Unterseite ist der USB-C Anschluss zum Laden vom Akku und zur Übertragung der Bilder auf ein Smartphone, oder dem Computer daheim. Hinter der verschraubten Klappe verbirgt sich sich die 4 Gigabyte Micro-SD-Karte. Ausserdem verbergen sich dort die Knöpfe zur Einstellung. Dort kann man wie gesagt, den Auslöseton deaktivieren.

    Klar ist die Kamera immer noch aus Plastik, wie auch der optische Sucher aus durchsichtigen Plastikscheiben besteht. Und ja so wirklich knackscharfe Fotos bekommt man nicht mit ihr hin. Aber das will diese Kamera auch nicht wirklich. Sie ist da, um Spaß zu haben. Wie z.B. die Kamera auf einer Party, oder auch auf einer Hochzeit an die Gäste geben, die damit dann Fotos von der Feier machen. Das ist sicher lustig im Anschluss sich die Fotos anzusehen.

    Klar, man könnte jetzt sagen, das kann ich auch ohne Kamera, nur mit dem Smartphone. Aber mal ehrlich so eine Nicht-Wegwerf-Kamera macht einfach Laune. Wenn man eine Tagestour macht und am Abend die Fotos am Monitor sichtet, ist was anderes als mit dem Smartphone Fotos zu machen. Wie gesagt, ich sehe sie als Spaß-Kamera und Spaß hatte ich mit ihr.

    Hier nun einige Fotos die ich mit ihr gemacht habe, natürlich alle unbearbeitet.

    Und nun kommt schon mal die Vorankündigung:

    Auch diese Kamera möchte ich wieder quer durch Deutschland schicken. Da jetzt aber bald Weihnachten ist und dann Neujahr ansteht, geht diese Kamera erst am 07.01.2026 zum ersten Teilnehmer der Camp Snap Pro-Tour 2026. Ich werde noch dazu einen extra Blogeintrag machen, um den Ablauf und die Regeln zu erklären. Mitmachen kann jeder der Lust hat. Aber wie gesagt, haltet eure Hufe noch etwas still. Erst wenn der neue Beitrag mit den Teilnahmebedingungen dazu veröffentlicht wird, geht der eigentlich Startschuss los. Es bleibt spannend.

  • Was bedeutet es, Depressionen zu haben?

    Ich habe mir mal gedacht es wäre mal wieder an der Zeit, dass Thema Depression hochzuholen. Klare Ansage, mir geht es derzeit sehr gut, sonst könnte ich dieses auch nicht schreiben.

    Wie man sich fühlt, wenn man eine depressive Episode hat, möchte ich euch anhand dieses Bildes vermitteln.

    Alles um einen herum ist in Dunkelheit gehüllt. Das Licht von draußen und auch keine positiven Worte erreichen einen. Die Sinnlosigkeit des eigenen Lebens wird einem immer wieder vor Augen geführt. Keine Gefühle sind mehr da, weder Wut noch Traurigkeit. Alles ist nur noch in Gleichgültigkeit gehüllt. Selbst die eigene Frau oder auch die zwischenzeitlich erwachsenen Kinder dringen nicht zu mir durch.

    Sich gegen diese Depression zu wehren, da hatte ich nie Erfolg. Im Gegenteil, ich rutsche noch tiefer in eine bodenlose Situation. Irgendwann lernte ich diese Dinge auszuhalten. Wir sprechen hier aber über viele Jahre, bis ich bereit war.

    Ich bin wegen dieser Depression berentet. Hat also für mich auch den finanziellen Aspekt, um den ich mich schämte. Mit Anfang 50 in Rente? Doch so sehr ich mich auch bemühte, ich war mehr krank daheim als in der Firma. Ich habe nie gedacht das ich mal vorzeitig in Rente gehen muss und schon gar nicht wegen Depressionen. Doch mein Weg verlief nun mal anders als geplant.

    Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich persönlich mit der Lage arrangiert, was blieb mir auch anderes übrig. Heute bin ich dankbar das die depressiven Schübe und depressiven Episoden nicht mehr so häufig sind. Von einer Heilung bin ich aber noch ganz weit entfernt. Ich denke ich werde den Rest meines Lebens damit zurechtkommen müssen.

  • Fotografisch die dunkle Jahreszeit nutzen.

    Hallo Freunde des belichteten Sensor.

    Derzeit sind wir in der dunklen Jahreszeit angekommen. Hier ist gegen 17 Uhr schon ziemlich dunkel draußen. Da sollte man meinen, dass auch die Outdoor-Fotografie, spätestens dann schlafen geht. Kann man so machen, muss man aber nicht.

    Ich möchte euch heute 3 Möglichkeiten aufzeigen, wie man diese Jahreszeit auch fotografisch gut umsetzen kann. Wie gesagt, wir reden natürlich auch von der kälteren Jahreszeit. Also dick anziehen und vielleicht eine Thermoskanne Kaffee, oder Tee mitnehmen. Nun aber zu den 3 Möglichkeiten.

    Da wäre zum einen der Nebel, der in dieser Jahreszeit häufiger vorkommt. Da entstehen immer wieder großartige Motive und wenn dann noch Schnee und Frost dazukommen ist es für mich perfekt.

    Dann wäre noch der Sonnenuntergang zu erwähnen. Für den muss man nicht mehr bis 21:30 Uhr warten, sondern kann schon gegen 16 Uhr seine Kamera aufstellen. Für mich ein sehr positiver Aspekt.

    Nachtaufnahmen kann man schon so ab 18 Uhr machen. Egal ob es sich um den Sternenhimmel mit, oder ohne Mond, oder eine beleuchtete Straßenszene handelt. Da gibt es reichlich Motive zu finden.

    Ich denke das es sicher noch mehr fotografische Vorteile in der dunklen Jahreszeit gibt. Wenn euch was einfällt, immer her damit in die Kommentare.

    Ich wünsche euch viel Freude, beim Fotografieren in der dunklen Jahreszeit.

  • Fotografie: Analoge Fotos ohne Digitalisierung?

    Hallo meine lieben Fotofreunde. Heute gibt es mal etwas, wozu ich auch eure Meinung gerne wissen möchte.

    Wie einige von euch wissen, liegt mein derzeitiges Augenmerk auch auf der analogen Fotografie. Im Speziellen geht um das Thema Mittelformat. Ich habe eine Pentacon Sixx TL bekommen, die derzeit beim Service ist. Der erste Film ist durch und trotz der Probleme mit dem Filmtransporthebel, sind einige Bilder auch auf der 120er Filmrolle entstanden. Klare Ansage, nichts, was ich vorzeigen möchte, aber ich bin auf dem richtigen Weg.

    Derzeit schaue ich mich nach analogen Kameras um, die ein 6×8 oder sogar ein 6×9 Negativ erstellen können. Da sind die Kameramodelle aber ziemlich dünn gesät. Noch werde ich aber keine weitere analoge Kamera kaufen. Erst muss die Pentacon wieder hier sein und ich möchte damit dann ein paar Filme fotografiert haben. Wenn dann der Funke sich zu einem kleinen Feuer entwickelt hat, dann könnte es sein, dass ich mir eine weitere analoge Kamera holen werde. Preislich gibt es für jeden Geldbeutel etwas zu finden. Trotzdem sollte man vor einem Kauf sich sicher sein, dass man nicht eine Kamera bekommt, die durch ihr Alter einfach nicht mehr richtig rund läuft. Dann ist schnell Schluss mit dem Funken zur analogen Fotografie. So ist es mir vor einigen Jahren ergangen. Bei der Pentacon wusste ich das sie noch keinen Service hatte und ich konnte sie einfach erst ausprobieren und nachdem ich Probleme mit dem Transporthebel hatte, konnte ich sie kostenlos zum Service an den vorherigen Besitzer zu schicken. Und da ist sie nun und ich freue mich schon darauf sie in vollem Funktionsumfang wieder zu benutzen. Der Spiegelschlag und der Lichtschachtsucher sind beim dieser Kamera Gründe warum ich sie mag.

    Doch nun komme ich zum eigentlichen Grund für diesen Blogeintrag.

    Ein damaliger Freund meinte mal zum Thema analoge Fotografie, wenn man hinterher die analogen Negative digital scannt, oder digital abfotografiert, dann könnte man auch gleich digital Fotografieren. Diese Worte haben mich lange begleitet und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Natürlich ist das Problem, dass man analoge Bilder ohne Digitalisierung online nicht zeigen kann. Also bleibt das analoge Foto doch nur ein digitales Foto? Am Ende des Tages musste ich dem mehr oder weniger zustimmen.

    Doch will ich mir durch diese Aussage nicht die Freude an der analogen Fotografie nehmen lassen.

    Wie seht ihr das?

    Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

  • Ich teste eure Kamera: Canon Powershot A710

    Hallo liebe Freunde des belichteten Sensor. Eine neue Runde meiner Rubrik „Ich teste eure Kamera ist eingeläutet worden. Ich habe von einem User bei Mastodon ein Paket mit drei älteren Kameras bekommen, die ich testen kann, was diese Oldtimer heute noch so können. Den Anfang macht dabei die Canon Powershot A710 aus dem Jahr 2006.

    Das diese kleine Kamera mich mal so richtig geflasht hat, hätte ich nie gedacht. Dazu aber später mehr.

    Die Canon wird als Bridgekamera eingeordnet. Ich persönlich würde sie als kompakte Bridgekamera bezeichnen. Denn sie ist so klein, dass man sie bequem in der Jackentasche mit sich führen kann. Mit ihren Maßen von 97 x 66 x 41 mm und einem Gewicht von gut 250 Gramm wiegt sie nur unwesentlich mehr als ein Smartphone.

    Dabei liegt ihr Gehäuse, das vollständig aus Plastik besteht, gut in der Hand. Der kleine ausgearbeitete Griff hilft einem, die Kamera sicher zu tragen.

    Nun kommen wie mal zu den inneren Werten dieser Kamera. Sie besitzt einen 1/2,5″großen (kleinen) CCD-Sensor mit einem Cropfaktor von 6,0. Dieser löst mit 7,1 Megapixeln auf. Das verbaute Objektiv hat dabei eine Brennweite von 35 bis 210 mm (35mm-äquivalent). Die Blende reicht dabei von F2,8 (Weitwinkel) bisF4,8 (Tele). Für diese kleine Kamera schon beachtlich. Sie besitzt auch einen kleinen optischen Sucher, den man aber getrost vergessen kann, dieser ist einfach zu klein, so dass man beim Durchschauen Probleme hat das jeweilige Motiv zu sehen. Der 2,5″ TFT LCD Monitor hat eine Auflösung von 115.000 Bildpunkten. Auch nicht berauschend, aber man kann wenigstens sehen, wo das gewünschte Motiv sich befindet.

    Was damals, als diese Kamera herauskam, also im Jahr 2006, immer noch verbreitet war, dass diese Kamera mit herkömmlichen Batterien (2x Mignon AA) betrieben wird. Heute undenkbar. Im Batteriefach ist auch die SD-Karte untergebracht. Bei meiner Kamera ist es eine 4GB große (kleine) Karte gewesen, die bei voller Auflösung, bis zu 1.250 Foto in JPG (kein RAW vorhanden) speichern kann.

    Ich selbst habe bei Nutzung der Kamera diese im Programm-Modus eingestellt. Dabei habe ich, wenn nötig, nur etwas an der Belichtungskorrektur verstellt. Alles andere machte die Kamera selbst.

    Und nun kommen wir zu dem Teil, wo mich diese ältere und kleinere Plastikkamera geflasht hat. Die Bildergebnisse sind für mich der Hammer! Meine Frau und ich waren im Stadtpark im Nachbarort wo 5 von 6 Bildern entstanden sind. Die Herbstfarben waren fast berauschend zu sehen. Und diese Kamera hat dieses Erlebnis total gut umgesetzt. Selbst daheim als Vollbild am 28“ Monitor, haben die Fotos nichts an ihre Wirkung verloren. Dabei sind alle Fotos, die ihr seht „Out Of The Cam“. Eine Nachbearbeitung war meiner Meinung nach, nicht sinnvoll. Wer Pixelpeeping betreibt wird sicher die eine oder andere Schwäche erkennen. Doch am Ende des Tages bleibt ein Fotos, das für mich sehr gelungen ist, stehen. So schaut euch mal diese Fotos an und sagt mir eure Meinung dazu. Bei eBay bekommt ihr diese Kamera ab ca. 30 Euro.  

  • Ich teste eure Kamera. Welche wird die nächste sein?

    So, die Pause ist vorbei und eine neue Runde von „Ich teste eure Kamera“ wird eingeläutet.

    Solltet ihr eine Digitalkamera haben die ihr schon länger auf einem Regal liegen habt, schickt sie mir einfach. Mit Objektiv, Akku und Ladegerät. Ich teste sie auf meine Art und Weise und in ca. 2 Wochen bekommt ihr eure Kamera zurück.

    Dazu taucht dann ein Testbericht mit Fotos auf meinem Blog auf.

    Schreibt mir einfach eine Mail: hd-com@gmx.de

    Hier die Kameras die ich schon getestet habe:

    Sony Alpha SLT-A68

    Nikon D3100

    Canon EOS 7D

    Canon EOS 600D

    Sigma DP2 (nicht Merrill !)

    Fujifilm X-Pro1

    Nikon Coolpix 995

  • Warum ich Blüten lieber in Schwarzweiß fotografiere.

    Wie jetzt der Herbst mit seinen Farben uns erfreut. Sind es im Frühling die vielen Blüten. Bei einem Spaziergang mit meiner Frau in einem Park zeigt meine Frau auf eine Blüte und fragte: „Ist diese Blüte nicht schön?“

    Ich schaute mir die Blüte an, die sie meinte und fragte sie daraufhin, was sie an dieser Blüte so schön findet. „Sie leuchtet so schön in Orange.“ war ihre Antwort. Man muss wissen, dass Orange die Lieblingsfarbe meiner Frau ist.

    Ich fragte sie: „Würdest du diese Blüte auch noch schön finden, wenn sie nicht in Orange wäre? Vielleicht sogar in einer Farbe, die du nicht so magst?“

    „Natürlich nicht.“ war ihre Antwort.

    Daraufhin habe ich immer wieder Blüten in Schwarzweiß fotografiert, um ihre wirkliche Schönheit und deren Aufbau festzuhalten. Es sollte keine Farbe mehr entscheiden, ob diese Blüte schön ist, oder nicht.

    Hier nun einige Beispiele:

  • Olympus Artfilter Nummer 10: „Dramatischer Effekt Typ II“

    Hallo Freunde des belichteten Sensor.

    Heute nehme ich euch mal mit auf die Reise durch die Artfilter meiner Olympus OM-D E-M5 Mark II. Anfangen möchte ich mit dem Artfilter Nummer 10. Denn den mag ich irgendwie besonders. Diesen Modus kann man wahlweise für Farbaufnahmen (Typ I) oder auch Schwarzweißfotos (Typ II) verwenden. Da ich Schwarzweiß liebe, habe ich mal den Typ II ausprobiert.

    Wie man daran kommt, ist ganz einfach. Auf dem Moduswahlrad steht der Begriff „ART“, den erst einmal aktivieren. Dann den OK Knopf drücken und schon seid ihr in der Artfilter-Auswahl.

    So nach und nach möchte ich euch die diversen ART-Filter bei Olympus näherbringen.

    Wie gesagt, heute ich habe mich für den „Dramatischen Effekt Typ II“ entschieden. Was dabei herauskommt seht ihr hier:

  • Ich teste eure Kamera: Fujifilm X-Pro1

    Heute geht es um eine Kamera, mit der ich auch schon mal geliebäugelt habe, die Fujifilm X-Pro1. Diese ist 2012 auf den Markt gekommen, mit einem stolzen Preis von 1,599 Euro. Das ich jetzt die Möglichkeit hatte diese zu testen, dafür bin ich sehr dankbar. Nun aber los.

    Schon beim ersten Anfassen war mir klar: Die X-Pro1 ist eine wertig verarbeitete Kamera. Sie erinnert einen stark an klassische Messsucherkameras wie eine Leica M, mit ihrem schlichten, aber robusten Magnesiumgehäuse. Trotz des Metallgehäuse wiegt die Kamera betriebsbereit gerade mal 450 Gramm (ohne Objektiv). Der kleine Griff am Gehäuse ist flach, aber hilft einem trotzdem die Fuji X-Pro1 gut zu halten. Insgesamt fühlt sich die Kamera sehr solide an. Der Retro-Look ist natürlich Geschmackssache. Aber genau wegen diesem Design ist Fuji bekannt.

    Die Fotos stammen von mpb.com, ich hatte auch hier schon die Kamera an den Besitzer zurück geschickt, als ich bemerkt habe, dass ich keine Fotos von der Kamera selbst gemacht habe. 🙈

    Die Bedienung ist typisch „Fujifilm“ – manuelle Einstellräder für Verschlusszeit und Belichtungskorrektur, Blendenring am Objektiv (bei XF-Objektiven). Das fühlt sich sehr analog an, irgendwie. Das Fehlen eines haptischen ISO-Rads war für mich dabei ein kleiner Minuspunkt. Das muss man über eine Tastenkombination, oder das Quick-Menü regeln.

    Zum Thema Menü kann ich nur sagen, wer vorher noch keine Fuji-Kamera hatten, der könnte sich etwas verloren fühlen. Das Quick-Menü hingegen, ist mit den wichtigsten Einstellmöglichkeiten ausgestattet und hilft einem weiter.

    Es gibt drei Dinge, die ich bei dieser Kamera besonders hervorheben möchte.

    Da wäre zum einen, der Sucher. Dieser bringt die Möglichkeit mit, entweder einen elektronischen Sucher (EVF), oder ganz wie in alten Zeiten, einen optischen Sucher (OVF) zu verwenden. An einem kleinen Hebel an der Frontseite kann man zwischen den beiden Suchertypen wechseln. Für mich ist dieses eher ein Gimmick, da ich, wenn vorhanden, nur den elektronischen Sucher nutze. Mir ist auch nicht klar, warum man zu einem optischen Sucher wechseln sollte. Vielleicht könnt ihr mich in dieser Frage erhellen. Schreibt es in die Kommentare. 

    Der 2. Punkt wäre der Sensor. Denn dieser ist der erste X-Trans-Sensor von Fuji, der auch heute, in der neusten Version, bei aktuellen Fujikameras genutzt wird. Der hier verwendete 16-Megapixel-X-Trans CMOS Sensor der ersten Generation liefert detailreiche Bilder. Fuji hat dabei auf einen Tiefpassfilter verzichtet, was zu scharfen Aufnahmen führt, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt. Natürlich darf man dabei nicht das Objektiv vergessen. Was nützt einem eine technisch ausgereifte Kamera, wenn ich vorne eine „Billiglinse“ anflansche. Außer ich mag den Look.

    Nun zum 3. Punkt, den Filmsimulationen. Denn gerade Fuji ist bekannt für seine Filmsimulationen. Hier wurden die Besonderheiten der alten analogen Fuji Filme digital umgesetzt, so das man jetzt diese als Simulation direkt in der Kamera nutzen kann. Viele nutzen diese Simulationen um später die Fotos „Out Of The Cam“ zu präsentieren. Bei Fuji sind mit fast jeder Kamera auch weitere Filmsimulation hinzugekommen. Doch bei der Pro1 gab es nur die ersten fünf Simulationen (PROVIA, Velvia, ASTIA, PRO Neg. Hi und Pro Neg.) und diese konnte man auch später nicht erweitern, leider.

    Die Bildqualität des X-Trans CMOS Sensor lässt eigentlich keine Kritik zu. Bildschärfe passt (je nach Objektiv). Fuji hat auf einen Tiefpassfilter verzichtet, was zu besonders scharfen Aufnahmen führt, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt. Oft sind die JPGs direkt aus der Kamera schon so gut, dass ich mir die Nachbearbeitung spare. Was bei mir schwer ist, da ich gerne die Postproduktion in Lightroom nutze. Das gehört für mich eigentlich zu jedem Foto dazu. Bei der Fuji X-Pro1 war das aber oft schon so gut, dass ich das Foto „Out Of The Cam“ abspeichern konnte.

    Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. So auch bei der Fuji. Der wohl größten Schwachpunkt der X-Pro1: der Autofokus. Er ist… sagen wir mal … gemütlich. Besonders bei wenig Licht oder bei sich bewegenden Motiven stößt das System schnell an seine Grenzen wie ich finde. Für Portraits oder Street-Fotografie reicht es meistens aus, aber wer schnelle Action oder Sport fotografieren will, wird hier nicht wirklich glücklich.

    Der Autofokus basiert noch auf einem Kontrast-AF-System – Phasenvergleich kam erst bei späteren Modellen wie der X-Pro2 dazu. Man merkt das auch: Fokus-Pumpen ist keine Seltenheit, und bei schlechtem Licht wird es manchmal zur Geduldsprobe.

    Die Akkulaufzeit ist okay, aber nicht überragend. Je nachdem, ob man den EVF oder das Display nutzt, komme ich auf etwa 250–300 Bilder pro Ladung. Ich empfehle mindestens zwei Ersatzakkus, wenn man einen ganzen Tag unterwegs sein will.

    Ansonsten ist die Ausstattung bei der Fuji eher spartanisch: Kein Touchscreen, kein WLAN (nur über Eye-Fi-Karten oder Zubehör), kein Klappdisplay, was für mich wie auch anderswo schon erwähnt, ein No-Go ist. Aber irgendwie passt das alles zu ihrem Charakter.

    Die X-Pro1 will keine Allroundkamera sein. Sie will eine Kamera für bewusste Fotografie sein. Die Fujifilm X-Pro1 ist keine Kamera für jedermann. Wer maximale Geschwindigkeit, moderne Features oder hohe ISO-Performance sucht, ist mit einer neueren Fuji oder einer anderen Marke besser bedient.

    Aber, wenn man bereit ist sich auf ihre Eigenheiten einzulassen, bekommt man eine Kamera, die unglaublich viel Charakter und Charme hat.

    Und mit diesem Fazit schließt sich mein Testbericht. Dieser Test mit der Fuji war bislang der aufwändigste. Es hat viel Spaß gemacht, aber auch ab und zu war etwas Frustration mit dabei.

    Ich hoffe das ich euch damit weiterhelfen konnte.

    Bei mpb.com bekommt man diese Kamera aus dem Jahre 2012 ab ca. 500 Euro (Link).

    Hier nun noch einige Fotos die ich mit der Fujifilm X-Pro1 und dem  Fujifilm XF 14mm f/2.8 R gemacht habe: