Kategorie: Offtopic

  • Ich teste eure Kamera. Welche wird die nächste sein?

    So, die Pause ist vorbei und eine neue Runde von „Ich teste eure Kamera“ wird eingeläutet.

    Solltet ihr eine Digitalkamera haben die ihr schon länger auf einem Regal liegen habt, schickt sie mir einfach. Mit Objektiv, Akku und Ladegerät. Ich teste sie auf meine Art und Weise und in ca. 2 Wochen bekommt ihr eure Kamera zurück.

    Dazu taucht dann ein Testbericht mit Fotos auf meinem Blog auf.

    Schreibt mir einfach eine Mail: hd-com@gmx.de

    Hier die Kameras die ich schon getestet habe:

    Sony Alpha SLT-A68

    Nikon D3100

    Canon EOS 7D

    Canon EOS 600D

    Sigma DP2 (nicht Merrill !)

    Fujifilm X-Pro1

    Nikon Coolpix 995

  • Ich teste eure Kamera: Nikon Coolpix 995

    Die Kamera, die euch heute vorstellen möchte, ist im Juni 2001 zu einem Preis von rund 2.500 DM in den Handel gekommen. Ist auch damals eine Menge Geld gewesen und wenn man heute schaut, was man dafür bekommen kann im digitalen Kamerabereich, ist diese Kamera lächerlich und überteuert. Aber wir schreiben ja das Jahr 2001!

    Nikon bracht dort die Coolpix 995 heraus, die auf der vorherigen Coolpix 900 folgte.

    Für mich war und ist diese Kamera eine der innovativen Modelle der damaligen Zeit. Auch heute noch ist sie das für mich. Mal unabhängig davon, dass sie gerade mal 3,3 Megapixel hat. Wie gesagt, diese Kamera darf man nur mit anderen Kameras aus der damaligen Zeit vergleichen. Ein Vergleich mit aktuellen Kameras ist völlig unfair.

    Doch schauen wir uns mal die Kamera genauer an. Wie schon gesagt hat sie einen CCD-Sensor, mit der sie maximal 3,3 Megapixel aufnehmen kann. Der Sensor selbst ist dabei klein. Um genau zu sein, arbeitet in der Kamera ein CCD-Sensor 1/1,8″ 7,2 x 5,3 mm der einen Cropfaktor von 4,8 hat. Wie gesagt, klein. Die Fotos werden als JPG, oder als TIF gespeichert. Ich selbst habe in meiner Testphase nur JPG genutzt. Gespeichert werden die Fotos auf CF-Karten vom Type I und Type II.

    Kommen wir aber zu dem Teil warum ich diese Kamera auch heute noch als Innovativ empfinde. Im Jahre 2001 gab es nach meinem Wissen noch nicht viele Kameras, die einen klappbaren Monitor besessen haben.  Und da ist Nikon einen eigenen Weg gegangen. Sie haben eine Kamera gefertigt, die in ca. der Mitte ein Drehgelenk eingebaut haben. Dieses macht es nun möglich, die Kamera bis zu 270° in sich zu drehen. So etwas gab es bis dahin noch nie. Hier nun einige Fotos die es besser erklären.

    Mit dieser Funktion war es nun möglich, bodennahe Aufnahmen zu machen, ohne dass man sich dafür in den Schmutz legen musste. Desgleichen konnte man auch Fotos machen wo das Motiv z.B. über eine größere Menschenmenge, oder einem anderen Hindernis erst sichtbar wurde. Als ich vor vielen, vielen Jahren diese Kamera zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich sofort begeistert über die Möglichkeiten.

    Nun schauen wir uns aber weiter an, was diese doch in die Jahre gekommene Kamera für technische Dinge wie Objektiv, Sucher, Monitor usw. hat. Fangen wir mal mit dem Objektiv an.

    Es handelt sich hierbei um ein wirklich kleines Objektiv das eine Brennweite von 38 bis 152 mm (35mm-äquivalent) hat. Der innenliegende Zoom-Motor schafft einen 4-fachen optischen Zoom und es kann noch ein 4-fach digital Zoom zusätzlich genutzt werden. Die Blende hat dabei einen Wert von F2,6 bis F5,1. Was mich fasziniert hat, dass man an diesem Objektiv diverse Filter noch auch anbringen kann. Das Objektiv hat dafür einen 28mm Durchmesser. Kleiner geht kaum noch, oder?

    Schauen wir uns mal die Haptik und die Tastenbelegung an.

    Haptisch muss ich sagen für eine so kleine Kamera liegt sie sehr gut in der Hand. Der Griff ist ein wenig gewölbt und damit hat man diese Kamera gut im Griff. Neben den Wippschalter für den motorisierten Zoom, gibt es weitere Schalter zu entdecken, mit denen man seine persönlichen Einstellungen nutzen kann. Schaut euch das Foto an, dann sehr ihr was ich meine. Die Möglichkeiten sind für eine solche kleine Kamera nicht zu unterschätzen.

    Ach ja, wenn wir gerade dabei sind uns die Kamera näher anzusehen, gibt es eine süßen kleinen 1,8“ Farbmonitor zu entdecken. Darüber kann man im Menü seine Einstellungen vornehmen, wie auch das zu fotografierende Motiv betrachten. Na ja. So wirklich klar und deutlich wird dabei das Motiv nicht angezeigt. Immerhin hat der Monitor gerade mal 110.000 Bildpunkte. Das ist eh nicht viel und da der Monitor nur 1,8“ klein ist, wird es schwierig sein Motiv zu betrachten. Es ist eher als eine kleine Hilfe gedacht, wenn man bodennahe, oder kopfüber-Aufnahmen macht. Ich habe in der meisten Zeit den optischen Sucher verwendet. Dieser ist auch klein, wie so vieles an dieser Kamera klein ist, aber so kann man ein Motiv besser anpeilen. Der optische Sucher selbst bietet keine weiteren Informationen für den Fotografen/Fotografin.

    Kleiner Bericht zum Thema Autofokus. Dieser ist … lahm. Das Objektiv pumpt eine ganze Zeit hin und her bis es nach einer „Gedenkminute“ endlich das Motiv scharf gestellt hat. Aber auch dann kann es passíeren das es nicht richtig scharf wird. Kann natürlich auch an diesem älteren Exemplar liegen. Also lasse ich das offen ob das grundlegend so ist, oder nicht.

    Neben diesen Dingen besitzt diese Kamera auch einen aufklappbaren Blitz, von dem man natürlich auch nicht so viel erwarten darf. Weiter Daten sind die Belichtungszeit von 1/2.300 bis 8 s und ISO 100, bis ISO 800. Wobei ich ISO 800 nicht wirklich empfehlen kann. Insgesamt hat es aber trotzdem Spaß gemacht mit dieser Kamera zu fotografieren. Ob ich sie mir heute im Jahr 2025 zulegen würde, muss ich verneinen. Trotzdem find ich die Kamera irgendwie cool. Bei mir würde sie als Dekostück auf einem Regal landen. Nun aber zu den Fotos die ich mit dieser Kamera mit ihren 3,3 Megapixeln gemacht habe.

  • Ich teste eure Kamera: Fujifilm X-Pro1

    Heute geht es um eine Kamera, mit der ich auch schon mal geliebäugelt habe, die Fujifilm X-Pro1. Diese ist 2012 auf den Markt gekommen, mit einem stolzen Preis von 1,599 Euro. Das ich jetzt die Möglichkeit hatte diese zu testen, dafür bin ich sehr dankbar. Nun aber los.

    Schon beim ersten Anfassen war mir klar: Die X-Pro1 ist eine wertig verarbeitete Kamera. Sie erinnert einen stark an klassische Messsucherkameras wie eine Leica M, mit ihrem schlichten, aber robusten Magnesiumgehäuse. Trotz des Metallgehäuse wiegt die Kamera betriebsbereit gerade mal 450 Gramm (ohne Objektiv). Der kleine Griff am Gehäuse ist flach, aber hilft einem trotzdem die Fuji X-Pro1 gut zu halten. Insgesamt fühlt sich die Kamera sehr solide an. Der Retro-Look ist natürlich Geschmackssache. Aber genau wegen diesem Design ist Fuji bekannt.

    Die Fotos stammen von mpb.com, ich hatte auch hier schon die Kamera an den Besitzer zurück geschickt, als ich bemerkt habe, dass ich keine Fotos von der Kamera selbst gemacht habe. 🙈

    Die Bedienung ist typisch „Fujifilm“ – manuelle Einstellräder für Verschlusszeit und Belichtungskorrektur, Blendenring am Objektiv (bei XF-Objektiven). Das fühlt sich sehr analog an, irgendwie. Das Fehlen eines haptischen ISO-Rads war für mich dabei ein kleiner Minuspunkt. Das muss man über eine Tastenkombination, oder das Quick-Menü regeln.

    Zum Thema Menü kann ich nur sagen, wer vorher noch keine Fuji-Kamera hatten, der könnte sich etwas verloren fühlen. Das Quick-Menü hingegen, ist mit den wichtigsten Einstellmöglichkeiten ausgestattet und hilft einem weiter.

    Es gibt drei Dinge, die ich bei dieser Kamera besonders hervorheben möchte.

    Da wäre zum einen, der Sucher. Dieser bringt die Möglichkeit mit, entweder einen elektronischen Sucher (EVF), oder ganz wie in alten Zeiten, einen optischen Sucher (OVF) zu verwenden. An einem kleinen Hebel an der Frontseite kann man zwischen den beiden Suchertypen wechseln. Für mich ist dieses eher ein Gimmick, da ich, wenn vorhanden, nur den elektronischen Sucher nutze. Mir ist auch nicht klar, warum man zu einem optischen Sucher wechseln sollte. Vielleicht könnt ihr mich in dieser Frage erhellen. Schreibt es in die Kommentare. 

    Der 2. Punkt wäre der Sensor. Denn dieser ist der erste X-Trans-Sensor von Fuji, der auch heute, in der neusten Version, bei aktuellen Fujikameras genutzt wird. Der hier verwendete 16-Megapixel-X-Trans CMOS Sensor der ersten Generation liefert detailreiche Bilder. Fuji hat dabei auf einen Tiefpassfilter verzichtet, was zu scharfen Aufnahmen führt, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt. Natürlich darf man dabei nicht das Objektiv vergessen. Was nützt einem eine technisch ausgereifte Kamera, wenn ich vorne eine „Billiglinse“ anflansche. Außer ich mag den Look.

    Nun zum 3. Punkt, den Filmsimulationen. Denn gerade Fuji ist bekannt für seine Filmsimulationen. Hier wurden die Besonderheiten der alten analogen Fuji Filme digital umgesetzt, so das man jetzt diese als Simulation direkt in der Kamera nutzen kann. Viele nutzen diese Simulationen um später die Fotos „Out Of The Cam“ zu präsentieren. Bei Fuji sind mit fast jeder Kamera auch weitere Filmsimulation hinzugekommen. Doch bei der Pro1 gab es nur die ersten fünf Simulationen (PROVIA, Velvia, ASTIA, PRO Neg. Hi und Pro Neg.) und diese konnte man auch später nicht erweitern, leider.

    Die Bildqualität des X-Trans CMOS Sensor lässt eigentlich keine Kritik zu. Bildschärfe passt (je nach Objektiv). Fuji hat auf einen Tiefpassfilter verzichtet, was zu besonders scharfen Aufnahmen führt, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt. Oft sind die JPGs direkt aus der Kamera schon so gut, dass ich mir die Nachbearbeitung spare. Was bei mir schwer ist, da ich gerne die Postproduktion in Lightroom nutze. Das gehört für mich eigentlich zu jedem Foto dazu. Bei der Fuji X-Pro1 war das aber oft schon so gut, dass ich das Foto „Out Of The Cam“ abspeichern konnte.

    Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. So auch bei der Fuji. Der wohl größten Schwachpunkt der X-Pro1: der Autofokus. Er ist… sagen wir mal … gemütlich. Besonders bei wenig Licht oder bei sich bewegenden Motiven stößt das System schnell an seine Grenzen wie ich finde. Für Portraits oder Street-Fotografie reicht es meistens aus, aber wer schnelle Action oder Sport fotografieren will, wird hier nicht wirklich glücklich.

    Der Autofokus basiert noch auf einem Kontrast-AF-System – Phasenvergleich kam erst bei späteren Modellen wie der X-Pro2 dazu. Man merkt das auch: Fokus-Pumpen ist keine Seltenheit, und bei schlechtem Licht wird es manchmal zur Geduldsprobe.

    Die Akkulaufzeit ist okay, aber nicht überragend. Je nachdem, ob man den EVF oder das Display nutzt, komme ich auf etwa 250–300 Bilder pro Ladung. Ich empfehle mindestens zwei Ersatzakkus, wenn man einen ganzen Tag unterwegs sein will.

    Ansonsten ist die Ausstattung bei der Fuji eher spartanisch: Kein Touchscreen, kein WLAN (nur über Eye-Fi-Karten oder Zubehör), kein Klappdisplay, was für mich wie auch anderswo schon erwähnt, ein No-Go ist. Aber irgendwie passt das alles zu ihrem Charakter.

    Die X-Pro1 will keine Allroundkamera sein. Sie will eine Kamera für bewusste Fotografie sein. Die Fujifilm X-Pro1 ist keine Kamera für jedermann. Wer maximale Geschwindigkeit, moderne Features oder hohe ISO-Performance sucht, ist mit einer neueren Fuji oder einer anderen Marke besser bedient.

    Aber, wenn man bereit ist sich auf ihre Eigenheiten einzulassen, bekommt man eine Kamera, die unglaublich viel Charakter und Charme hat.

    Und mit diesem Fazit schließt sich mein Testbericht. Dieser Test mit der Fuji war bislang der aufwändigste. Es hat viel Spaß gemacht, aber auch ab und zu war etwas Frustration mit dabei.

    Ich hoffe das ich euch damit weiterhelfen konnte.

    Bei mpb.com bekommt man diese Kamera aus dem Jahre 2012 ab ca. 500 Euro (Link).

    Hier nun noch einige Fotos die ich mit der Fujifilm X-Pro1 und dem  Fujifilm XF 14mm f/2.8 R gemacht habe:

  • Ich teste eure Kamera: Sigma DP2 (nicht Merrill !)

    Ich habe die Digitalkamera Sigma DP2 aus dem Jahr 2009 getestet. Für mich war es die erste Sigma, die mit ihrem Foveon-Sensor bekannt/berüchtigt wurde.

    Diese Fotos stammen von mpb.com . Ich hatte vergessen am Schluss noch Fotos von der Kamera selbst zu machen. 🙈

    
    
    
    
    
    So fange ich erstmal damit an, was so Besonderes beim Foveon-Sensor ist. Ein Foveon-Sensor ist nämlich anders aufgebaut als herkömmliche Sensoren (Bayer usw.).

    Statt nur eine Farbinformation pro Pixel durch einen Filter (Bayer-Muster) zu sammeln, hat der Foveon-Sensor drei Schichten von Sensoren gestapelt. Jede Schicht misst eine andere Farbe: Blau oben, Grün in der Mitte, Rot unten. Dabei trifft Licht aufs Silizium und durchdringt die Schichten. Jede Farbschicht sammelt ihre eigene Farbinformation. Am Ende hat man direkt pro Pixel eine volle Farbinformation, ohne nachträgliche Farbmischung.

    Vorteile sind die guten Farbübergänge und die natürliche Farben. Außerdem sind meistens die Kanten schärfer bei bestimmten Motiven (Architektur).

    Leider gibt es auch ein paar Nachteile. Es kommt vor, dass es weniger Lichtausbeute pro Farbe gibt. Außerdem ist die weitere Bildverarbeitung etwas anders. Wenn man eine Original-Raw-Datei lädt (in Lightroom z.B.) ist diese ca. 14MP groß. Wenn man diese später als jpeg abspeichert, ist die Bildgröße nur gut 4MP groß. Alles irgendwie etwas komisch. Wer mehr über den Foveon-Sensor wissen möchte, dem verlinke ich mal den Wikipedia Bericht (Link)

    So nun aber geht es mit der Kamera weiter.

    Wenn man sie in der Hand hält, ist es ein sehr wertiges Gefühl. Der Korpus ist völlig aus Metall gefertigt und liegt angenehm kühl in der Hand. Die überschaubare Anzahl der Knöpfe und Schalter sind gut erreichbar. Diese hätten auch etwas größer ausfallen dürfen. Mit etwas dickeren Finger ist der Druckpunkt nicht immer fühlbar.

    Man merkt dieser Kamera auch an, dass sie z.B. beim manuellen Fokussieren, Probleme hat. Nicht immer, aber eben immer mal wieder. Das Fokus-Peaking ist unzuverlässig und vergisst immer mal wieder zu zeigen, wann es wirklich scharf ist. Das führt zu vielen Fehlschärfen trotz scheinbar richtiger Fokussierung. Sowas kann schon nervig sein. Es passiert zwar nicht oft, aber trotzdem ist es ein Negativ-Punkt dieser Kamera. Das schürt Frustration und kostet Zeit.

    Die ISO-Werte, in denen relativ rauscharme Fotos gelingen, sind zwischen ISO 100 bis ISO 400. Alles, was darüber hinaus geht, müsste man in der Nachbearbeitung entfernen.

    Was man auch wissen sollte, weder die Kamera noch das Objektiv haben irgendeine Bildstabilisierung. Ich habe frei Hand halbwegs brauchbare Fotos bei einer Belichtungszeit von 1/125 sec. bekommen. Wer nun eine längere Belichtungszeit nutzen möchte, dem empfehle ich ein Stativ oder einen Bohnensack als Auflage.

    Kommen wir mal zum festverbauten Objektiv.

    Es hat eine Brennweite von ca. 45 mm (35mm-äquivalent) und eine Maximalblende von F2.8. Die manuelle Fokussierung ist nicht immer treffend. Aber auch beim Autofokus pumpt das Objektiv manchmal ziemlich heftig. Was man auch wissen sollte, das Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von 50cm. So ist es eigentlich unmöglich, einzelnen Blüten, oder sonstige Detailfotos zu machen, ohne hinterher croppen zu müssen. Für mich ist das ein NoGo. Die Fotos sind in der Bildmitte einigermaßen scharf, aber es verschlechtert sich schnell, zum Bildrand hin. Schnelle Serienbilder sind unmöglich da die Kamera sehr lange braucht, um allein ein Foton auf die SD-Karte zu schreiben. Ich habe dazu unterschiedliche SD-Karten verwendet, was aber auch die Nutzung schnelleren Karten, keine wirklich Verbesserung bringt.

    Nun noch kurz zum Display/Monitor und dem Menü.

    Das 2,5″ TFT LCD Display löst gerade mal mit 230.000 Bildpunkten auf. So kann es auch ohne direkte Sonneneinstrahlung durchaus schwer sein, dass zu fokussieren Motiv klar zu erkennen. Bei direktem Sonnenlicht ist gar nichts zu erkennen!

    Das Menü hat mir am Anfang auch einige „Probleme“ bereitet. Wenn man auf die OK-Taste drückt, kommen die allgemeine Infos zur Kamera, die man dort einstellen kann. So wie Datum und Uhrzeit, wie auch die Sprache. Viel mehr gibt es da nicht. Will man direkt in das eigentliche Kamera-Menü gehen, muss man über das Moduswahlrad die Funktion „Set Up“ einstellen. Irgendwie komisch das Ganze. Habe ich so bei keiner anderen Kamera gesehen.

    Wenn man dann im passenden Menü ist, hat man auch dort auch einige Schwierigkeiten, die allein von der geringen Auflösung vom Display herrührten. Insgesamt waren die Menüpunkte finde ich, schlecht lesbar, egal ob Ich mit, oder ohne Brille darauf geschaut habe.

    Mit dem doch kleinen Akku schafft man 250 Bilder nach CIPA-Standard. Ein aufgeladener Zweitakku ist sicher von Vorteil. Das Gewicht dieser kleinen Kompaktkamera beläuft sich auf ca. 260 Gramm, also ein Leichtgewicht.

    Nun kommen wir mal zum Schluss: Kann ich diese Kamera empfehlen? So leid es mir tut, da ist ein klares Nein! Es sind zu viele Punkte die für mich und einem unbeschwerten Fotografieren, stören.

    Wer es sich trotzdem wagen will, hier bei mpb.com bekommt ihr diese Kamera neuwertig für gut 300 Euro (Link)

    Jetzt noch ein paar Fotos die ich mit dieser Kamera gemacht habe:

  • Ich teste eure Kamera: Canon EOS 600D

    Ganz zu Anfang was in eigener Sache. Ich wurde gefragt, warum ich nicht auf die Videoeigenschaften der einzelnen Testkameras eingehe. Das ist ganz einfach. Erstens sind meine Test rein subjektiv, dazu kommt es das ich noch nie mit einer Kamera gefilmt habe. Deswegen kann ich damit nichts anfangen. Ich bin Hobbyfotograf der „nur“ fotografiert.  So das war es schon. Nun zu der heutigen Testkamera.

    Ich habe die Canon EOS 600D seit ca. 2 Wochen hier und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. Als Hobbyfotograf, der seine Fähigkeiten verbessern möchte, finde ich gerade deswegen ältere Kameras so interessant. Und wenn man die Bildergebnisse sieht, fragt man sich schon, warum man tausende Euros ausgeben „muss/soll“, um eine Kamera zu bekommen, die großartige Fotos macht.

    Design und Verarbeitung

    Schon beim ersten Anfassen merkt man, dass die Kamera gut verarbeitet ist. Das robuste Gehäuse liegt angenehm in der Hand, und die Bedienelemente sind gut platziert. Der Handgriff ist gut rausgearbeitet und hilft mir die Kamera kontrolliert zu halten. Das Display hinten ist sogar klapp- und schwenkbar, was meiner Art der Fotografie entgegen kommt. Dabei hat das Display eine Auflösung von gut einer Million Pixel. Bei normalem Wetter sehr gut ablesbar, wenn zu stark die Sonne drauf fällt, kommt es an seine Grenzen. Achtung, das Display hat keine Touch-Funktion! Die Funktion, ob ich durch den elektronischen Sucher, oder das Display nutze, kann mit einer Taste umgestellt werden. Es gibt keinen Annäherungssensor. Was bei manchen Aufnahmen durchaus hilfreich sein kann.

    Bildqualität

    Die Bildqualität ist für eine Kamera dieser Einstiegsklasse aus dem Jahr 2011 gut. Der 18-Megapixel-APS-C-Sensor sorgt für scharfe, detailreiche Fotos. Die Farben sind lebendig, die Kontraste gut ausbalanciert. Besonders bei Tageslicht gelingen mir immer wieder schöne, klare Bilder. Bei schlechten Lichtverhältnissen kommt der Sensor aber auch schnell an seine Grenzen. Bei höherer ISO-Werte so über 800 sind für mich die Bilder nicht wirklich nutzbar.

    Bedienung und Funktionen

    Da ich mit dem Nachfolger dieser Kamera, also die Canon 650D, in meiner Anfangszeit viel unterwegs war, war auch die Bedienung kein Problem. Sie ist insgesamt intuitiv, wie ich finde. Die automatische Szenenwahl funktioniert einwandfrei und hilft, schnell gute Ergebnisse zu erzielen, wenn ich mal keine Zeit für manuelle Einstellungen habe. Wobei ich eigentlich nur in RAW fotografiere. Die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, wie Blende, Verschlusszeit und ISO, gibt mir die Kontrolle die ich brauche, um kreativ zu sein. Das Menü ist übersichtlich gestaltet, sodass man sich schnell zurechtfindet. Besonders hilfreich finde ich die programmierbaren Tasten, mit denen ich häufig verwendete Funktionen schnell nutzen kann.

    Ausstattung

    Die Kamera verfügt über einen 18-Megapixel-APS-C-Sensor, der für scharfe Bilder sorgt. Einen Bildstabilisator sucht man vergeblich. Das funktioniert nur mit einem stabilisierenden Objektiv. Wi-Fi ist zwar nicht vorhanden, was ich manchmal vermisse, aber für der damaligen unverb. Preisempfehlung von 699 Euro ist das kein großes Manko.

    Akkulaufzeit und Gewicht

    Die Akkulaufzeit ist okay, aber bei längeren Shooting-Sessions sollte man einen Ersatzakku dabeihaben. Das Gewicht der Kamera einsatzbereit, also mit Speicherkarte und Akku, liegt bei 570 Gramm. Für eine DSLR vertretbar, aber längere Tragezeiten können anstrengend werden. Was auch dann auch am jeweiligen Objektiv liegt. Ich habe mit dem Canon EF 50mm F1.8 (160 Gramm) und dem Tamron 28-75mm F2.8 (540 Gramm).

    Wenn man also die zwei Objektive mit der Canon EOS 600D nutzt, sind es auf der einen Seite 730 Gramm mit dem 50mm und mit dem Tamron schon 1,1 Kg. Man sollte also mal schauen wie viel Gewicht das Objektiv seiner/ihrer Wahl hat.

    Wenn ihr mal diese, oder andere gebrauchten Kameras und Objektive sucht, kann ich euch aus eigener Erfahrung mpb.com (Link) empfehlen.

    Nun zum Schluss noch einige Fotos die ich mit der Canon und den zwei Objektiven gemacht habe.

  • Depression: Och nö, nicht schon wieder!

    Mir ging es jetzt einige Zeit gut.

    Keine depressiven Schübe, oder Episoden gehabt.

    Bis jetzt!

    Nun ist der Schwarze Hund wieder da und erzählt mir das ich nichts kann, dass mein Hobby Fotografie sinnlos ist, da die Fotos von der Qualität her mies sind. Ich sollte lieber überlegen mein eBike zu verkaufen, wenn ich so selten damit fahre. Alles in Allem also mal wieder die gleiche Show. Selbstwertgefühl im Keller. Ich kann mich an nichts erfreuen. Antrieblosigkeit usw..

    Als mir mein Therapeut und auch einige Zeit später mein Psychiater gesagt haben, dass meine Art der Depression wohl nie ganz weggehen würde, im Gegensatz zu vielen anderen Patienten, war das ein heftiger Schlag in die Magengrube. Im Inneren habe ich schon damit gerechnet, als es aber ausgesprochen wurde, nahm mir das erst einmal den Boden unter den Füßen weg.

    Im Laufe der nächsten Jahre habe ich mehr oder weniger gelernt, damit umzugehen. Wenn die Depression kommt, sie einfach zu akzeptieren und auf deren Ende warten. Denn ich habe gemerkt, je mehr ich dagegen ankämpfte, verlor ich auch das letzte bisschen Kraft. Und die Depression hätte dann wieder auf allen Ebenen gewonnen.  Darum lasse ich es einfach über mich ergehen und gebe der Depression nicht noch den letzten Teil meiner Würde.

    Wann diese aktuelle Depression zu Ende ist, keine Ahnung. Vielleicht schon morgen oder erst in 2 Wochen.

    Abwarten und aushalten.  

  • „Ich teste eure Kamera“: Diese Kameras würde ich gerne mal testen

    Ich habe hier mal eine Liste zusammengestellt, von den Kameras, die ich gerne mal testen würde. Diese Liste wird in der nächsten Zeit sicher noch erweitert werden.

    Schaut mal vorbei, ob ihr eine dieser Kameras habt und diese mit Objektiv (egal welches) und Ladegerät mir für 2 Wochen ausleihen könnt. Versand versichert mit DHL und Sendungsnummer. Natürlich bin ich auch bereit die Portokosten zu übernehmen.

    Wie ich testen werde, zeigt am besten der letzte Test (Link).

    Ich würde mich freuen von euch zu hören. Entweder über Mastodon (Link) oder auch per Mail: hd-com@gmx.de

    Hier nun die Liste mit den Kameras, die ich gerne mal testen würde:

    Sigma:

    Sigma SD Quattro

    Sigma DP3 Merrill

    Olympus:

    Pen F (digital)

    Olympus Camedia 8080

    Sony:

    Sony NEX-6

    Sony Alpha a6000

    Sony Alpha A7 II

    Fujifilm:

    Fujifilm X-T2

    Fujifilm X20

    Fujifilm X-T200

    Leica:

    Leica X1

    Leica Digilux 3

    Leica T (Typ 701)

    Leica TL

    Leica D-LUX (Typ 109)

    Nikon:

    Nikon Coolpix P7800

    Nikon D750

    Nikon Coolpix A1000

    Panasonic:

    Panasonic LUMIX DMC-LX100

    Panasonic GX8

    Panasonic Lumix DMC-GX80

    Pentax:

    Pentax MX-1

    Pentax WG-8

    Pentax Optio RZ10

    Pentax KP

    Pentax Q7

    Sonstige:

    Lytro Illum V2

    Samsung NX3000

    … und diese Kameras habe ich schon getestet:

    Sony Alpha SLT-A68

    Nikon D3100

    Canon EOS 7D

    Canon EOS 600D

    Sigma DP2 (nicht Merrill !)

  • Ich teste eure Kamera: Canon EOS 7D

    Die Canon EOS 7D ist eine robuste und leistungsstarke APS-C-Spiegelreflexkamera. Mit im Lieferumfang war das Canon EF 24-105mm f/4L IS USM. Zusammen bilden beide Geräte ein starkes Team für verschiedenste fotografische Anwendungen. Diese Kombination konnte ich nun eine längere Zeit testen, wobei ich etwas Anlaufschwierigkeiten gehabt habe.

    Die EOS 7D wirkt solide und gut verarbeitet, mit einem robusten Magnesiumgehäuse, das auch bei anspruchsvollen Einsätzen standhält. Es ist dabei noch Spritzwasser- und Staubgeschützt. Das Handling hat mir sehr gut gefallen durch den sehr ausgeprägten Griff, kam nie das Gefühl auf, die Kamera nicht richtig handhaben zu können. Das Gehäuse liegt also gut in der Hand, und die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet. Das Gewicht von ca. 1kg (nur der Body!), ist trotzdem mir zu viel.

    Das Objektiv, ein Canon EF 24-105mm f/4L IS USM war bei der Lieferung schon montiert. Es ist ebenfalls sehr hochwertig verarbeitet, mit einem wetterfesten Gehäuse und einem griffigen Zoom- und Fokusring. Das kann man auch erwarten von einen Canon Objektiv aus der L-Serie. Die Bildstabilisierung im Objektiv verrichtet für heutige Verhältnisse immer noch gute Arbeit. Beide zusammen kommt auf ein Gewicht von ca. 1,7kg.

    Hier ein kleines Vergleichsfoto mit meiner Olympus OM-D E-M5 Mark II.

    Nun aber zurück zur Kamera.

    Das Gehäuse der Kamera besteht aus einer robusten Magnesiumlegierung mit umfangreichen Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser. Sie hat ein Schulterdisplay das weitere Infos anzeigt und eine Beleuchtung hat, die bei Bedarf eingeschaltet werden kann.

    Die Canon EOS 7D hat einen 18 Megapixel APS-C Sensor der für damalige Zeiten, die Kamera stammt immerhin aus dem Jahr 2009, sehr gut ist. Er liefert sehr detailreiche Aufnahmen mit hohem Kontrast und geringem Bildrauschen bis ca. ISO 1000 ab. Die Farbwiedergabe ist insgesamt sehr gut. Allerdings kann es bei Kunstlicht zu einem leichten Warmton kommen, den man in der Nachbearbeitung korrigiergieren kann.

    Der Sucher ist mit einer 100% Bildfeldabdeckung und 1,0-facher Vergrößerung führend in seiner Klasse und dem Erscheinungsjahr und bietet zahlreiche Einblendungen, darunter Gitternetzlinien und eine elektronische Wasserwaage.

    Die Bedienung setzt auf viele Direktwahltasten statt Motivprogramme, was man mögen muss. Ein JoystickI rundet das Ganze ab. Ich selbst bin da eher der Verfechter einer einfachen Bedienung, ohne zu viele Knöpfe. Das Autofokussystem verfügt über einen Phasenvergleich-Autofokus mit 19 Sensoren und arbeitet dabei zuverlässig und schnell. Sicher, manchmal lächle auch ich, wenn ich diese Daten lese, aber man muss einfach dabei das Erscheinungsjahr berücksichtigen. Und wir wissen ja, am Ende des Tages zählt das Foto, nicht die Kamera. Der 3,0″ TFT LCD Monitor mit 920.000 Bildpunkten ist ok, mehr aber auch nicht. Er ist nicht Touch-fähig. Ist einfach auch dem Alter geschuldet.

    Dieses Display ist fest verbaut, also weder klappbar, noch klapp- und schwenkbar. Für mich persönlich ist das ein No-Go. Ich frage mich sowieso, wie man mit einer Kamera mit festverbautem Monitor eine bodennahe Aufnahme macht. Runter auf die Knie, oder gleich mit dem ganzen Körper auf den Boden legen? Vielleicht könnt ihr mich erhellen bei dieser Frage.

    Nun aber weiter im Text.

    Die Serienbildfunktion der Canon EOS 7D schafft bis zu 8 Bilder pro Sekunde, was sie zur einer der schnellsten APS-C-Kamera ihrer Zeit macht. Auch da kann diese Kamera mit neueren Modellen nicht mithalten, aber das muss sie auch nicht. Die Fotos werden dabei auf einer CF-Karte gespeichert.

    Da ich selbst auch mit meinen Kameras nie Videos gedreht habe, kann ich zum Thema Videofunktion nicht viel sagen. Die 7D nimmt Videos in Full-HD (1920 x 1080, 24/25/30p) auf und bietet dafür einen eigenen Movie-Button. Das war es auch schon.

    Mein Fazit:

    Insgesamt, mit diesem Objektiv zusammen, kann diese Kamera auch heute noch sehr schöne Bilder abliefern (siehe Fotos).

    Ich hatte von gewissen Anfangsschwierigkeiten erzählt. Wenn man eine spiegellose Systemkamera gewohnt ist, muss man bei einer Spiegelreflexkamera umdenken. Das Sucherbild bleibt immer gleich, egal ob ich an der Belichtungszeit, oder der Blende was verstelle. Man hat zwar im Sucher eine Anzeige die Über- und Unterbelichtung anzeigt, mehr aber auch nicht. Man kann höchstens über einen Schalter den Monitor auf der Rückseite aktivieren, um über ein Live-View-Modus die Einstellungen richtig einzuschätzen. Da brauchte ich einige Zeit, um dieses richtig zu nutzen. Danach gab es aber keine wirklichen „Probleme“.   Die Bildqualität könnt ihr anhand der Fotos beurteilen. Für mich sind diese gut bis sehr gut, wenn man das Erscheinungsjahr bedenkt. Hier macht sich auch das Canon Objektiv aus der L-Serie bemerkbar.

    Die Kamera kostet derzeit bei mpb.com zwischen 109 Euro und 189 Euro. (Link)

    Hier nun die Fotos die mit der Canon 7D gemacht wurden:

    An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Dimo Tabken bedanken, der mir diese Kamera mit Objektiv zu verfügung gestellt hat.

  • Hobby Fotografie oder es ist wie es ist.

    Schon komisch derzeit. Ich gehe nur noch selten zum Fotografieren raus. Und wenn, dann bleibt die Kamera meistens im Rucksack. Das Hobby Fotografie scheint rückläufig zu sein. Und das Komische ist daran, es stört mich nicht.

    Ob jetzt das Ende von diesem Hobby eingeläutet wurde, ist noch völlig unklar. Sollte es sein, dann ist es halt so. Nichts auf dieser Welt ist für die Ewigkeit, so auch das Hobby Fotografie nicht.

    Klar, die letzten 14 Jahre mit den diversen Kamerasystemen waren schon großartig. Ich durfte vieles lernen, hab auch sicher vieles wieder vergessen. Ich habe gerne andere Kameras ausprobiert, die schon einige Jahre alt sind und bemerkt, dass man mit diesen Kameras durchaus gute bis sehr gute Fotos erarbeiten kann. Außer Leica und Hasselblad hatte ich eigentlich alle großen Hersteller im Laufe der letzten Jahre.

    Sensorgröße vom 1“ Sensor bis Vollformat was alles dabei. Nur selten habe ich eine Kamera neu gekauft. Mir liegen die etwas älteren Kameras. Eine neue habe ich 2x gekauft.  Ansonsten eher Kameras die 5-10 Jahre alt waren.  

    Die aktuelle Kamera ist eine Olympus OM-S E-M5 Mark II und diese ist nun gute 2 Monate hier im Einsatz. Was für meine Kaufverhalten schon eine lange Zeit ist.

    Wie gesagt, ich gehe nur noch selten zum Fotografieren raus. Mir fehlen derzeit die Ideen dafür. Immer länger bleibt der gepackte Fotorucksack in der Wohnung.

    Es ist wie es ist.

  • (M)eine Depression, oder als die letzte Hoffnung gestorben ist.

    Ich hatte heute wieder einmal Gesprächstherapie. Und heute, nach so vielen Jahren wurde mir klar, dass ich den Rest meines Lebens mit der Depression zu leben habe. Mir wurde schon die Frage gestellt, ob das nicht schon viel länger mir bewusst war. Eigentlich schon, aber in der letzten Ecke meines Gehirns war immer noch ein kleiner Funken Hoffnung. Und dieser Funke ist heute erloschen.

    Ich gehöre also zu den Menschen, die eben nicht eine zeitlich begrenzte Depression haben, sondern eben unbegrenzt. Das hat mich doch sehr getroffen, trotz das ich schon vor über 12 Jahren die Diagnose Depression bekommen habe.

    Wie gesagt, es gibt viele Menschen die Depressionen bekommen, die aber nach einer gewissen Zeit wieder weg ist. Bei mir ist da ein Fehlverhalten der Chemie in meinem Kopf die das bewirkt. Um es mal mit einfachen Worten zu beschreiben.

    Das kann also lange gut gehen, doch plötzlich ohne Vorwarnung, oder äußerlicher Wahrnehmung, ist meine Depression wieder da. Also wurde wieder einmal der Chemie Cocktail in meinem Gehirn, falsch geschüttelt und nicht gerührt.

    Ich sitze jetzt hier und schreibe diese Zeilen und bin am überlegen, ob ich heute Nachmittag noch zu einem guten Freund fahre. Das war eigentlich so geplant. Doch die heutige Entwicklung hat mir mal kurzerhand einen fetten Stein in den Weg gelegt. Ob ich nun fahre, oder nicht, wird sehr kurzfristig entschieden.