Schlagwort: Glaube

  • Bibel und Fotografie: Matthäus 22,37-39

    Lutherbibel 2017

    37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«

    Schon wieder Gebote!

    Jesus reduziert für mich hier die 10 Gebote aus dem alten Testament, auf zwei Gebote. Denn wenn ich Gott liebe von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt (Verstand), werde ich die anderen Gebote aus dem Alten Testament versuchen einzuhalten. So weit so gut.

    Doch nun kommt das zweite Gebot, das dem ersten gleich ist. »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. Das wirft Fragen auf.

    Zum ersten, wer ist mein Nächster?

    Meine Meinung dazu ist, die direkte Familie, danach Freunde und Bekannte. Das sind meine Nächsten die in meinem direkten Umfeld leben.

    Frage zwei ist, was bedeutet „lieben wie dich selbst“?

    Hier bin ich davon überzeugt, dass wenn ich mich selbst nicht lieben kann, also einfach gesagt, akzeptieren kann, wie soll ich dann anderen Menschen mit Liebe begegnen?

    Mein Versuch (klappt nicht immer!) ist es die Menschen in meinem Umfeld einfach als Menschen lieb zu haben. Dabei ist es egal welche Hautfarbe, welchen finanziellen und beruflichen Erfolg er, oder sie hat usw… denn das sind alles nur Äußerlichkeiten. Doch oft sind es aber diese Äußerlichkeiten, über die wir Menschen definieren und auch selbst definiert werden wollen.

    Mein stetiger Versuch die Menschen erst einmal nur als Menschen anzusehen, ist sicher ein guter Vorsatz. Doch wie oft erwische ich mich, dass ich Menschen nach anderen Dingen beurteile. Hier ist jeder Tag mit den Begegnungen von Menschen eine neue Herausforderung, die ich aber gerne annehmen will.

    So gehe ich meinen Weg weiter mit Jesus an meiner Seite, der mir dabei helfen will. Ich bin dankbar, dass ich es nicht aus mir alleine heraus es umsetzen muss.

  • Bibel und Fotografie: Johannes 8,12

    12 Jesus redete nun wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.

    Elberfelder Übersetzung

    Ich habe immer wieder auch, oder gerade als gläubiger Christ Situationen, die mich dieses Licht nicht wirklich spüren lässt.

    „Licht des Lebens“, was heißt das eigentlich?
    Oder anders gefragt: Was heißt das für mich?

    Rein von der Bibel her ist Jesus als „Licht des Lebens“ auf die Welt gekommen, auf das alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

    Also das Leben nach dem Tod.

    Doch für mich persönlich hat dieses „Licht des Lebens“ nicht nur eine symbolischen Wert für meine Zukunft, sondern einen ganz praktischen, den ich in meinem Leben erfahren durfte und darf.

    Viele von euch wissen ja, dass ich teils schwere Depressionen habe. Ja, ein gläubiger Christ kann auch solche Krankheiten haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Wenn ich mal wieder so richtig tief im schwarzen Loch der Depression sitze und kein positives Denken möglich ist …
    Dann, wenn keine Form der Freude mehr spürbar ist.
    DANN habe ich so ein komisches Gefühl.
    Das Gefühl, dass ich nicht alleine bin.
    Klingt komisch und „spirituell“, aber anders kann ich es nicht beschreiben.

    Irgendwo in der letzten Ecke von meinem dunklen Gehirn in dieser Zeit kann ich einen kleinen Raum sehen, dessen Tür weit offen steht.
    Ich kann nicht hinein sehen, sehe aber durch die Tür ein Licht, das von der Depression nicht erreicht werden kann. Egal, wie schlimm sie gerade ist.

    Dieser hell erleuchtete Raum gibt mir in dieser schlimmen Zeit Trost.


    Ich fühle, dass ich nicht alleine durch diese Zeit gehen muss.

    So empfinde ich das.


    DAS ist mein „Licht des Lebens“

  • Bibel und Fotografie: Prediger 4, 4-8

    4 Auch das habe ich gesehen: Da plagen sich die Menschen und setzen alle ihre Fähigkeiten ein, um sich gegenseitig auszustechen. Auch das ist vergebliche Mühe und Jagd nach Wind. Letzten Endes kommt nichts dabei heraus. 5 Es heißt zwar: »Der Unbelehrbare legt seine Hände in den Schoß – und verhungert.« 6 Aber ich sage: Eine Handvoll Gelassenheit ist besser als beide Hände voll Mühe und Jagd nach Wind. 7 Ich habe noch etwas unter der Sonne gesehen, das ganz vergeblich ist: 8 Da lebt jemand ganz allein; er hat keinen Sohn und auch keinen Bruder. Trotzdem arbeitet er rastlos weiter und sein Besitz ist ihm nie groß genug. Für wen plage ich mich dann eigentlich und gönne mir selbst keine Freude? Auch das ist vergebliche Mühe, eine fruchtlose Beschäftigung! 

    So wird aufgezeigt das man nicht nur an die Arbeit denken, sondern sich auch mal zwischendurch eine Pause gönnen darf. Sich zu vergleichen mit anderen Menschen die vielleicht materiell mehr haben, bring einen nicht weiter. Man wird nur Neidisch und wird von diesem Gefühl innerlich aufgefressen.