Schlagwort: erkenntnis

  • (M)eine Depression, oder als die letzte Hoffnung gestorben ist.

    Ich hatte heute wieder einmal Gesprächstherapie. Und heute, nach so vielen Jahren wurde mir klar, dass ich den Rest meines Lebens mit der Depression zu leben habe. Mir wurde schon die Frage gestellt, ob das nicht schon viel länger mir bewusst war. Eigentlich schon, aber in der letzten Ecke meines Gehirns war immer noch ein kleiner Funken Hoffnung. Und dieser Funke ist heute erloschen.

    Ich gehöre also zu den Menschen, die eben nicht eine zeitlich begrenzte Depression haben, sondern eben unbegrenzt. Das hat mich doch sehr getroffen, trotz das ich schon vor über 12 Jahren die Diagnose Depression bekommen habe.

    Wie gesagt, es gibt viele Menschen die Depressionen bekommen, die aber nach einer gewissen Zeit wieder weg ist. Bei mir ist da ein Fehlverhalten der Chemie in meinem Kopf die das bewirkt. Um es mal mit einfachen Worten zu beschreiben.

    Das kann also lange gut gehen, doch plötzlich ohne Vorwarnung, oder äußerlicher Wahrnehmung, ist meine Depression wieder da. Also wurde wieder einmal der Chemie Cocktail in meinem Gehirn, falsch geschüttelt und nicht gerührt.

    Ich sitze jetzt hier und schreibe diese Zeilen und bin am überlegen, ob ich heute Nachmittag noch zu einem guten Freund fahre. Das war eigentlich so geplant. Doch die heutige Entwicklung hat mir mal kurzerhand einen fetten Stein in den Weg gelegt. Ob ich nun fahre, oder nicht, wird sehr kurzfristig entschieden.

  • Depressionen und die Rahmenbedingungen (incl. Foto)

    Hallo liebe Leser/innen.

    Heute möchte ich mal auf ein Thema eingehen, was sicher die meisten unter uns Betroffenen durchlebt haben. Die Rede ist von den persönlichen Rahmenbedingungen, in denen wir leben.

    Als die Depression zum ersten Mal richtig bei mir zugeschlagen hat, bin ich völlig aus meinen gewohnten Rahmenbedingungen rausgefallen. Und was habe ich gemacht? Mit aller Kraft habe ich immer wieder versucht, in diese alten Rahmenbedingungen zurückzukehren.

    Das ging über Jahre so, bis ich erkannte, dass ich wegen einem Teil dieser alten Rahmenbedingungen, Depressionen bekommen habe und deswegen auch nicht mehr hinein passe.

    Erst als ich dieses für mich klar gemacht habe, finge ich an neue Rahmenbedingungen für mich zu erstellen, ohne dass jemand mir diese überstülpt. Die neuen Rahmenbedingungen waren nicht leicht zu erkennen und einzusetzen. Im Inneren arbeitete die Depression dagegen.

    Doch im weiteren Verlauf fing ich an immer mehr Puzzleteile für mein neues Leben hinzuzufügen. Jetzt geschieht es selten nur noch, dass mir die Depression das zunichte machen will. Der neue Rahmen ist sehr stabil geworden, wofür ich dankbar bin.