Autor: Holger@swquadrat.de

  • Fotografisch die dunkle Jahreszeit nutzen.

    Hallo Freunde des belichteten Sensor.

    Derzeit sind wir in der dunklen Jahreszeit angekommen. Hier ist gegen 17 Uhr schon ziemlich dunkel draußen. Da sollte man meinen, dass auch die Outdoor-Fotografie, spätestens dann schlafen geht. Kann man so machen, muss man aber nicht.

    Ich möchte euch heute 3 Möglichkeiten aufzeigen, wie man diese Jahreszeit auch fotografisch gut umsetzen kann. Wie gesagt, wir reden natürlich auch von der kälteren Jahreszeit. Also dick anziehen und vielleicht eine Thermoskanne Kaffee, oder Tee mitnehmen. Nun aber zu den 3 Möglichkeiten.

    Da wäre zum einen der Nebel, der in dieser Jahreszeit häufiger vorkommt. Da entstehen immer wieder großartige Motive und wenn dann noch Schnee und Frost dazukommen ist es für mich perfekt.

    Dann wäre noch der Sonnenuntergang zu erwähnen. Für den muss man nicht mehr bis 21:30 Uhr warten, sondern kann schon gegen 16 Uhr seine Kamera aufstellen. Für mich ein sehr positiver Aspekt.

    Nachtaufnahmen kann man schon so ab 18 Uhr machen. Egal ob es sich um den Sternenhimmel mit, oder ohne Mond, oder eine beleuchtete Straßenszene handelt. Da gibt es reichlich Motive zu finden.

    Ich denke das es sicher noch mehr fotografische Vorteile in der dunklen Jahreszeit gibt. Wenn euch was einfällt, immer her damit in die Kommentare.

    Ich wünsche euch viel Freude, beim Fotografieren in der dunklen Jahreszeit.

  • Ich teste eure Kamera: Canon Powershot Pro1

    Hallo Freunde des belichteten Sensors. Ich hoffe es geht beuch so weit gut. Ich hatte zwischenzeitlich einen depressiven Durchhänger, der aber nun vorbei ist. So konnte ich den Kameratest zur Canon Powershot Pro1 beenden. Die letzten Testaufnahmen wurden erst gestern gemacht.

    Doch lasst uns mal die Kamera rein vom Technischen betrachten. Wir haben hier eine Bridgekamera mit einem, für die Größe der Kamera, großen Zoombereich. Umgerechnet an Kleinbild sind es 28mm bis 200mm. Auf dieses Zoom-Objektiv komme ich später noch zu sprechen. Innen ist ein CCD-Sensor 2/3″ groß (eher klein) verbaut mit einer maximaler Auflösung von 8 Megapixeln und einem Cropfaktor von 3,9. Dieser besitzt keinen Bildstabilisator, was für eine Kamera aus 2004 nicht ungewöhnlich ist.

    Daneben besitzt die Kamera einen elektronischen Sucher.

    Außerdem sei noch der 2,0″ TFT LCD Monitor mit 235.000 Bildpunkten zu erwähnen. Denn dieser ist nicht nur klappbar, sondern auch schwenkbar. Somit hat man eine bessere Möglichkeit aus ungewöhnlicher Perspektive leichter zu Fotografien.

    Gespeichert werden die Fotos auf einer CF-Karte vom Type I, oder Type II.

    Kommen wir nun zur Haptik, ein für mich wichtiges Kriterium. Denn wenn sich die Kamera nicht „gut anfühlt“ in der Hand, desto weniger nimmt man sie mit. Bei der Canon Powershot Pro1 ist der Handgriff gut ausgearbeitet, do dass meine ganzen Finger die Kamera im Griff haben. Der Griff selbst ist aus Kunststoff gefertigt und fühlt sich dabei aber nicht billig an. Das Gehäuse ist ein Mix aus Metall und Kunststoff. Es hat ein zusätzliches Schulterdisplay, welches ich aber nicht wirklich genutzt habe.

    Kommen wir noch mal zurück zum Zoom-Objektiv.

    Wenn man dieses nutzt, merkt man schnell den Haken an der Sache. Denn der Zoombereich kann man nur motorisiert einsetzen. Was sich als schwer gestaltet, wenn man einen genauen Bildausschnitt gerne haben möchte. Oft springt der Zoom dann entweder zu weit oder zu kurz. Genau auf den gewünschten Bildausschnitt zu kommen ist eher Glücksache.

    Die geringe Auflösung des Monitor auf der Rückseite ist eher negativ zu sehen, da wenn man nicht direkt auf ihn schaut, sondern aus einem leicht anderen Winkel, kann man auf dem Display gar nichts erkennen. Auch der elektronischer Sucher ist echt nur behelfsmäßig zu nutzen. Alles sehr verpixelt.

    Dann muss ich noch mal auf den Sensor und die Geschwindigkeit vom Abspeichern der Fotos auf die jeweilige CF-Karte kommen. Dieses ist so langsam, dass Serienaufnahme nicht möglich sind.

    Worauf ich noch kurz hinweisen möchte. Um ohne einen internen Bildstabilisator eine scharfe Aufnahme frei aus der Hand geschossen zu bekommen, sollte man die Belichtungszeit gering halt. Also so ab 1/250Sek. und kürzer.

    Die Tasten und das Modus-Wahlrad sind gut verteilt, so dass man fast alles mit einer Hand bedienen kann. Insgesamt liegt die Kamera ausgewogen in der Hand.

    Hier nun einige Bilder die ich im P-Modus als JPEG gemacht habe. Die Kamera kann auch RAW, aber um irgendwie die Kameras zu vergleichen finde ich es wichtig zu versuchen unter den gleichen Vorraussetzungen ein fertiges Foto aus der Kamera zu nehmen. Also was ihr seht ist alles „Out Of The Cam“.

  • Kann (Will) ich mich von Produkten aus den U.S.A. trennen?

    Ich habe heute einen interessanten Podcast gehört.

    MeTacheles Tonspur:

    Deutsche Telekom, Apple, Microsoft und Co – Der Big Tech Fiebertraum

    Daraufhin habe ich mir die ernsthafte Frage gestellt, kann ich mich von amerikanischen Produkten, gerade im Computerbereich trennen und würde ich diesen möglichen Umzug auch wirklich durchziehen? Dabei geht es um Hardware, wie auch Software.

    Schauen wir mal um was es sich bei mir handelt.

    Da wäre zum einen der Mac Mini M1 der seit seinem Erscheinen hier seinen Dienst ohne Probleme umsetzt, incl. Mac OS.

    Dazu kommt noch ein 28“ Monitor von HP.

    Und da wäre ein Smartphone (Poco 6x Pro) welches Android als Betriebssystem nutzt.

    Also gibt es einen aktuellen Computer, der nicht aus den USA kommt, und auch keine Bauteile/Betriebssysteme von US-Herstellern verwendet?

    Wenn ja, dann würde wahrscheinlich als Betriebssystem Linux zum Einsatz kommen (oder kommen diverse Distros auch aus der USA?). Oder macht das nichts weil es ja Open Source ist?

    Und gibt es einen Monitor, der sagen wir mal salopp keine Technik aus der USA verwendet?

    Und beim Smartphone wäre neben der Hardware ja noch das Android das ersetzt werden sollte. Natürlich auch so dass ich hinterher nicht alle Befehle von einer Kommandozeile aus eintippen muss.

    Derzeit sehe ich eigentlich fast keine Möglichkeit sich von US-Konzernen sich zu verabschieden. Jedenfalls nicht ohne Einschränkungen, oder sagen wir es mal ehrlich: Ohne dass ich meinen bequemen Hintern hoch bekomme.

    Wie seht ihr ihr das ?

    Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

  • Fotografie: Analoge Fotos ohne Digitalisierung?

    Hallo meine lieben Fotofreunde. Heute gibt es mal etwas, wozu ich auch eure Meinung gerne wissen möchte.

    Wie einige von euch wissen, liegt mein derzeitiges Augenmerk auch auf der analogen Fotografie. Im Speziellen geht um das Thema Mittelformat. Ich habe eine Pentacon Sixx TL bekommen, die derzeit beim Service ist. Der erste Film ist durch und trotz der Probleme mit dem Filmtransporthebel, sind einige Bilder auch auf der 120er Filmrolle entstanden. Klare Ansage, nichts, was ich vorzeigen möchte, aber ich bin auf dem richtigen Weg.

    Derzeit schaue ich mich nach analogen Kameras um, die ein 6×8 oder sogar ein 6×9 Negativ erstellen können. Da sind die Kameramodelle aber ziemlich dünn gesät. Noch werde ich aber keine weitere analoge Kamera kaufen. Erst muss die Pentacon wieder hier sein und ich möchte damit dann ein paar Filme fotografiert haben. Wenn dann der Funke sich zu einem kleinen Feuer entwickelt hat, dann könnte es sein, dass ich mir eine weitere analoge Kamera holen werde. Preislich gibt es für jeden Geldbeutel etwas zu finden. Trotzdem sollte man vor einem Kauf sich sicher sein, dass man nicht eine Kamera bekommt, die durch ihr Alter einfach nicht mehr richtig rund läuft. Dann ist schnell Schluss mit dem Funken zur analogen Fotografie. So ist es mir vor einigen Jahren ergangen. Bei der Pentacon wusste ich das sie noch keinen Service hatte und ich konnte sie einfach erst ausprobieren und nachdem ich Probleme mit dem Transporthebel hatte, konnte ich sie kostenlos zum Service an den vorherigen Besitzer zu schicken. Und da ist sie nun und ich freue mich schon darauf sie in vollem Funktionsumfang wieder zu benutzen. Der Spiegelschlag und der Lichtschachtsucher sind beim dieser Kamera Gründe warum ich sie mag.

    Doch nun komme ich zum eigentlichen Grund für diesen Blogeintrag.

    Ein damaliger Freund meinte mal zum Thema analoge Fotografie, wenn man hinterher die analogen Negative digital scannt, oder digital abfotografiert, dann könnte man auch gleich digital Fotografieren. Diese Worte haben mich lange begleitet und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Natürlich ist das Problem, dass man analoge Bilder ohne Digitalisierung online nicht zeigen kann. Also bleibt das analoge Foto doch nur ein digitales Foto? Am Ende des Tages musste ich dem mehr oder weniger zustimmen.

    Doch will ich mir durch diese Aussage nicht die Freude an der analogen Fotografie nehmen lassen.

    Wie seht ihr das?

    Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

  • Ich teste eure Kamera: Canon Powershot A710

    Hallo liebe Freunde des belichteten Sensor. Eine neue Runde meiner Rubrik „Ich teste eure Kamera ist eingeläutet worden. Ich habe von einem User bei Mastodon ein Paket mit drei älteren Kameras bekommen, die ich testen kann, was diese Oldtimer heute noch so können. Den Anfang macht dabei die Canon Powershot A710 aus dem Jahr 2006.

    Das diese kleine Kamera mich mal so richtig geflasht hat, hätte ich nie gedacht. Dazu aber später mehr.

    Die Canon wird als Bridgekamera eingeordnet. Ich persönlich würde sie als kompakte Bridgekamera bezeichnen. Denn sie ist so klein, dass man sie bequem in der Jackentasche mit sich führen kann. Mit ihren Maßen von 97 x 66 x 41 mm und einem Gewicht von gut 250 Gramm wiegt sie nur unwesentlich mehr als ein Smartphone.

    Dabei liegt ihr Gehäuse, das vollständig aus Plastik besteht, gut in der Hand. Der kleine ausgearbeitete Griff hilft einem, die Kamera sicher zu tragen.

    Nun kommen wie mal zu den inneren Werten dieser Kamera. Sie besitzt einen 1/2,5″großen (kleinen) CCD-Sensor mit einem Cropfaktor von 6,0. Dieser löst mit 7,1 Megapixeln auf. Das verbaute Objektiv hat dabei eine Brennweite von 35 bis 210 mm (35mm-äquivalent). Die Blende reicht dabei von F2,8 (Weitwinkel) bisF4,8 (Tele). Für diese kleine Kamera schon beachtlich. Sie besitzt auch einen kleinen optischen Sucher, den man aber getrost vergessen kann, dieser ist einfach zu klein, so dass man beim Durchschauen Probleme hat das jeweilige Motiv zu sehen. Der 2,5″ TFT LCD Monitor hat eine Auflösung von 115.000 Bildpunkten. Auch nicht berauschend, aber man kann wenigstens sehen, wo das gewünschte Motiv sich befindet.

    Was damals, als diese Kamera herauskam, also im Jahr 2006, immer noch verbreitet war, dass diese Kamera mit herkömmlichen Batterien (2x Mignon AA) betrieben wird. Heute undenkbar. Im Batteriefach ist auch die SD-Karte untergebracht. Bei meiner Kamera ist es eine 4GB große (kleine) Karte gewesen, die bei voller Auflösung, bis zu 1.250 Foto in JPG (kein RAW vorhanden) speichern kann.

    Ich selbst habe bei Nutzung der Kamera diese im Programm-Modus eingestellt. Dabei habe ich, wenn nötig, nur etwas an der Belichtungskorrektur verstellt. Alles andere machte die Kamera selbst.

    Und nun kommen wir zu dem Teil, wo mich diese ältere und kleinere Plastikkamera geflasht hat. Die Bildergebnisse sind für mich der Hammer! Meine Frau und ich waren im Stadtpark im Nachbarort wo 5 von 6 Bildern entstanden sind. Die Herbstfarben waren fast berauschend zu sehen. Und diese Kamera hat dieses Erlebnis total gut umgesetzt. Selbst daheim als Vollbild am 28“ Monitor, haben die Fotos nichts an ihre Wirkung verloren. Dabei sind alle Fotos, die ihr seht „Out Of The Cam“. Eine Nachbearbeitung war meiner Meinung nach, nicht sinnvoll. Wer Pixelpeeping betreibt wird sicher die eine oder andere Schwäche erkennen. Doch am Ende des Tages bleibt ein Fotos, das für mich sehr gelungen ist, stehen. So schaut euch mal diese Fotos an und sagt mir eure Meinung dazu. Bei eBay bekommt ihr diese Kamera ab ca. 30 Euro.  

  • Ich teste eure Kamera. Welche wird die nächste sein?

    So, die Pause ist vorbei und eine neue Runde von „Ich teste eure Kamera“ wird eingeläutet.

    Solltet ihr eine Digitalkamera haben die ihr schon länger auf einem Regal liegen habt, schickt sie mir einfach. Mit Objektiv, Akku und Ladegerät. Ich teste sie auf meine Art und Weise und in ca. 2 Wochen bekommt ihr eure Kamera zurück.

    Dazu taucht dann ein Testbericht mit Fotos auf meinem Blog auf.

    Schreibt mir einfach eine Mail: hd-com@gmx.de

    Hier die Kameras die ich schon getestet habe:

    Sony Alpha SLT-A68

    Nikon D3100

    Canon EOS 7D

    Canon EOS 600D

    Sigma DP2 (nicht Merrill !)

    Fujifilm X-Pro1

    Nikon Coolpix 995

  • Warum ich Blüten lieber in Schwarzweiß fotografiere.

    Wie jetzt der Herbst mit seinen Farben uns erfreut. Sind es im Frühling die vielen Blüten. Bei einem Spaziergang mit meiner Frau in einem Park zeigt meine Frau auf eine Blüte und fragte: „Ist diese Blüte nicht schön?“

    Ich schaute mir die Blüte an, die sie meinte und fragte sie daraufhin, was sie an dieser Blüte so schön findet. „Sie leuchtet so schön in Orange.“ war ihre Antwort. Man muss wissen, dass Orange die Lieblingsfarbe meiner Frau ist.

    Ich fragte sie: „Würdest du diese Blüte auch noch schön finden, wenn sie nicht in Orange wäre? Vielleicht sogar in einer Farbe, die du nicht so magst?“

    „Natürlich nicht.“ war ihre Antwort.

    Daraufhin habe ich immer wieder Blüten in Schwarzweiß fotografiert, um ihre wirkliche Schönheit und deren Aufbau festzuhalten. Es sollte keine Farbe mehr entscheiden, ob diese Blüte schön ist, oder nicht.

    Hier nun einige Beispiele:

  • Ich teste eure Kamera: Nikon Coolpix 995

    Die Kamera, die euch heute vorstellen möchte, ist im Juni 2001 zu einem Preis von rund 2.500 DM in den Handel gekommen. Ist auch damals eine Menge Geld gewesen und wenn man heute schaut, was man dafür bekommen kann im digitalen Kamerabereich, ist diese Kamera lächerlich und überteuert. Aber wir schreiben ja das Jahr 2001!

    Nikon bracht dort die Coolpix 995 heraus, die auf der vorherigen Coolpix 900 folgte.

    Für mich war und ist diese Kamera eine der innovativen Modelle der damaligen Zeit. Auch heute noch ist sie das für mich. Mal unabhängig davon, dass sie gerade mal 3,3 Megapixel hat. Wie gesagt, diese Kamera darf man nur mit anderen Kameras aus der damaligen Zeit vergleichen. Ein Vergleich mit aktuellen Kameras ist völlig unfair.

    Doch schauen wir uns mal die Kamera genauer an. Wie schon gesagt hat sie einen CCD-Sensor, mit der sie maximal 3,3 Megapixel aufnehmen kann. Der Sensor selbst ist dabei klein. Um genau zu sein, arbeitet in der Kamera ein CCD-Sensor 1/1,8″ 7,2 x 5,3 mm der einen Cropfaktor von 4,8 hat. Wie gesagt, klein. Die Fotos werden als JPG, oder als TIF gespeichert. Ich selbst habe in meiner Testphase nur JPG genutzt. Gespeichert werden die Fotos auf CF-Karten vom Type I und Type II.

    Kommen wir aber zu dem Teil warum ich diese Kamera auch heute noch als Innovativ empfinde. Im Jahre 2001 gab es nach meinem Wissen noch nicht viele Kameras, die einen klappbaren Monitor besessen haben.  Und da ist Nikon einen eigenen Weg gegangen. Sie haben eine Kamera gefertigt, die in ca. der Mitte ein Drehgelenk eingebaut haben. Dieses macht es nun möglich, die Kamera bis zu 270° in sich zu drehen. So etwas gab es bis dahin noch nie. Hier nun einige Fotos die es besser erklären.

    Mit dieser Funktion war es nun möglich, bodennahe Aufnahmen zu machen, ohne dass man sich dafür in den Schmutz legen musste. Desgleichen konnte man auch Fotos machen wo das Motiv z.B. über eine größere Menschenmenge, oder einem anderen Hindernis erst sichtbar wurde. Als ich vor vielen, vielen Jahren diese Kamera zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich sofort begeistert über die Möglichkeiten.

    Nun schauen wir uns aber weiter an, was diese doch in die Jahre gekommene Kamera für technische Dinge wie Objektiv, Sucher, Monitor usw. hat. Fangen wir mal mit dem Objektiv an.

    Es handelt sich hierbei um ein wirklich kleines Objektiv das eine Brennweite von 38 bis 152 mm (35mm-äquivalent) hat. Der innenliegende Zoom-Motor schafft einen 4-fachen optischen Zoom und es kann noch ein 4-fach digital Zoom zusätzlich genutzt werden. Die Blende hat dabei einen Wert von F2,6 bis F5,1. Was mich fasziniert hat, dass man an diesem Objektiv diverse Filter noch auch anbringen kann. Das Objektiv hat dafür einen 28mm Durchmesser. Kleiner geht kaum noch, oder?

    Schauen wir uns mal die Haptik und die Tastenbelegung an.

    Haptisch muss ich sagen für eine so kleine Kamera liegt sie sehr gut in der Hand. Der Griff ist ein wenig gewölbt und damit hat man diese Kamera gut im Griff. Neben den Wippschalter für den motorisierten Zoom, gibt es weitere Schalter zu entdecken, mit denen man seine persönlichen Einstellungen nutzen kann. Schaut euch das Foto an, dann sehr ihr was ich meine. Die Möglichkeiten sind für eine solche kleine Kamera nicht zu unterschätzen.

    Ach ja, wenn wir gerade dabei sind uns die Kamera näher anzusehen, gibt es eine süßen kleinen 1,8“ Farbmonitor zu entdecken. Darüber kann man im Menü seine Einstellungen vornehmen, wie auch das zu fotografierende Motiv betrachten. Na ja. So wirklich klar und deutlich wird dabei das Motiv nicht angezeigt. Immerhin hat der Monitor gerade mal 110.000 Bildpunkte. Das ist eh nicht viel und da der Monitor nur 1,8“ klein ist, wird es schwierig sein Motiv zu betrachten. Es ist eher als eine kleine Hilfe gedacht, wenn man bodennahe, oder kopfüber-Aufnahmen macht. Ich habe in der meisten Zeit den optischen Sucher verwendet. Dieser ist auch klein, wie so vieles an dieser Kamera klein ist, aber so kann man ein Motiv besser anpeilen. Der optische Sucher selbst bietet keine weiteren Informationen für den Fotografen/Fotografin.

    Kleiner Bericht zum Thema Autofokus. Dieser ist … lahm. Das Objektiv pumpt eine ganze Zeit hin und her bis es nach einer „Gedenkminute“ endlich das Motiv scharf gestellt hat. Aber auch dann kann es passíeren das es nicht richtig scharf wird. Kann natürlich auch an diesem älteren Exemplar liegen. Also lasse ich das offen ob das grundlegend so ist, oder nicht.

    Neben diesen Dingen besitzt diese Kamera auch einen aufklappbaren Blitz, von dem man natürlich auch nicht so viel erwarten darf. Weiter Daten sind die Belichtungszeit von 1/2.300 bis 8 s und ISO 100, bis ISO 800. Wobei ich ISO 800 nicht wirklich empfehlen kann. Insgesamt hat es aber trotzdem Spaß gemacht mit dieser Kamera zu fotografieren. Ob ich sie mir heute im Jahr 2025 zulegen würde, muss ich verneinen. Trotzdem find ich die Kamera irgendwie cool. Bei mir würde sie als Dekostück auf einem Regal landen. Nun aber zu den Fotos die ich mit dieser Kamera mit ihren 3,3 Megapixeln gemacht habe.

  • Olympus Artfilter Nummer 10: „Dramatischer Effekt Typ II“

    Hallo Freunde des belichteten Sensor.

    Heute nehme ich euch mal mit auf die Reise durch die Artfilter meiner Olympus OM-D E-M5 Mark II. Anfangen möchte ich mit dem Artfilter Nummer 10. Denn den mag ich irgendwie besonders. Diesen Modus kann man wahlweise für Farbaufnahmen (Typ I) oder auch Schwarzweißfotos (Typ II) verwenden. Da ich Schwarzweiß liebe, habe ich mal den Typ II ausprobiert.

    Wie man daran kommt, ist ganz einfach. Auf dem Moduswahlrad steht der Begriff „ART“, den erst einmal aktivieren. Dann den OK Knopf drücken und schon seid ihr in der Artfilter-Auswahl.

    So nach und nach möchte ich euch die diversen ART-Filter bei Olympus näherbringen.

    Wie gesagt, heute ich habe mich für den „Dramatischen Effekt Typ II“ entschieden. Was dabei herauskommt seht ihr hier:

  • Ich teste eure Kamera: Fujifilm X-Pro1

    Heute geht es um eine Kamera, mit der ich auch schon mal geliebäugelt habe, die Fujifilm X-Pro1. Diese ist 2012 auf den Markt gekommen, mit einem stolzen Preis von 1,599 Euro. Das ich jetzt die Möglichkeit hatte diese zu testen, dafür bin ich sehr dankbar. Nun aber los.

    Schon beim ersten Anfassen war mir klar: Die X-Pro1 ist eine wertig verarbeitete Kamera. Sie erinnert einen stark an klassische Messsucherkameras wie eine Leica M, mit ihrem schlichten, aber robusten Magnesiumgehäuse. Trotz des Metallgehäuse wiegt die Kamera betriebsbereit gerade mal 450 Gramm (ohne Objektiv). Der kleine Griff am Gehäuse ist flach, aber hilft einem trotzdem die Fuji X-Pro1 gut zu halten. Insgesamt fühlt sich die Kamera sehr solide an. Der Retro-Look ist natürlich Geschmackssache. Aber genau wegen diesem Design ist Fuji bekannt.

    Die Fotos stammen von mpb.com, ich hatte auch hier schon die Kamera an den Besitzer zurück geschickt, als ich bemerkt habe, dass ich keine Fotos von der Kamera selbst gemacht habe. 🙈

    Die Bedienung ist typisch „Fujifilm“ – manuelle Einstellräder für Verschlusszeit und Belichtungskorrektur, Blendenring am Objektiv (bei XF-Objektiven). Das fühlt sich sehr analog an, irgendwie. Das Fehlen eines haptischen ISO-Rads war für mich dabei ein kleiner Minuspunkt. Das muss man über eine Tastenkombination, oder das Quick-Menü regeln.

    Zum Thema Menü kann ich nur sagen, wer vorher noch keine Fuji-Kamera hatten, der könnte sich etwas verloren fühlen. Das Quick-Menü hingegen, ist mit den wichtigsten Einstellmöglichkeiten ausgestattet und hilft einem weiter.

    Es gibt drei Dinge, die ich bei dieser Kamera besonders hervorheben möchte.

    Da wäre zum einen, der Sucher. Dieser bringt die Möglichkeit mit, entweder einen elektronischen Sucher (EVF), oder ganz wie in alten Zeiten, einen optischen Sucher (OVF) zu verwenden. An einem kleinen Hebel an der Frontseite kann man zwischen den beiden Suchertypen wechseln. Für mich ist dieses eher ein Gimmick, da ich, wenn vorhanden, nur den elektronischen Sucher nutze. Mir ist auch nicht klar, warum man zu einem optischen Sucher wechseln sollte. Vielleicht könnt ihr mich in dieser Frage erhellen. Schreibt es in die Kommentare. 

    Der 2. Punkt wäre der Sensor. Denn dieser ist der erste X-Trans-Sensor von Fuji, der auch heute, in der neusten Version, bei aktuellen Fujikameras genutzt wird. Der hier verwendete 16-Megapixel-X-Trans CMOS Sensor der ersten Generation liefert detailreiche Bilder. Fuji hat dabei auf einen Tiefpassfilter verzichtet, was zu scharfen Aufnahmen führt, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt. Natürlich darf man dabei nicht das Objektiv vergessen. Was nützt einem eine technisch ausgereifte Kamera, wenn ich vorne eine „Billiglinse“ anflansche. Außer ich mag den Look.

    Nun zum 3. Punkt, den Filmsimulationen. Denn gerade Fuji ist bekannt für seine Filmsimulationen. Hier wurden die Besonderheiten der alten analogen Fuji Filme digital umgesetzt, so das man jetzt diese als Simulation direkt in der Kamera nutzen kann. Viele nutzen diese Simulationen um später die Fotos „Out Of The Cam“ zu präsentieren. Bei Fuji sind mit fast jeder Kamera auch weitere Filmsimulation hinzugekommen. Doch bei der Pro1 gab es nur die ersten fünf Simulationen (PROVIA, Velvia, ASTIA, PRO Neg. Hi und Pro Neg.) und diese konnte man auch später nicht erweitern, leider.

    Die Bildqualität des X-Trans CMOS Sensor lässt eigentlich keine Kritik zu. Bildschärfe passt (je nach Objektiv). Fuji hat auf einen Tiefpassfilter verzichtet, was zu besonders scharfen Aufnahmen führt, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt. Oft sind die JPGs direkt aus der Kamera schon so gut, dass ich mir die Nachbearbeitung spare. Was bei mir schwer ist, da ich gerne die Postproduktion in Lightroom nutze. Das gehört für mich eigentlich zu jedem Foto dazu. Bei der Fuji X-Pro1 war das aber oft schon so gut, dass ich das Foto „Out Of The Cam“ abspeichern konnte.

    Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. So auch bei der Fuji. Der wohl größten Schwachpunkt der X-Pro1: der Autofokus. Er ist… sagen wir mal … gemütlich. Besonders bei wenig Licht oder bei sich bewegenden Motiven stößt das System schnell an seine Grenzen wie ich finde. Für Portraits oder Street-Fotografie reicht es meistens aus, aber wer schnelle Action oder Sport fotografieren will, wird hier nicht wirklich glücklich.

    Der Autofokus basiert noch auf einem Kontrast-AF-System – Phasenvergleich kam erst bei späteren Modellen wie der X-Pro2 dazu. Man merkt das auch: Fokus-Pumpen ist keine Seltenheit, und bei schlechtem Licht wird es manchmal zur Geduldsprobe.

    Die Akkulaufzeit ist okay, aber nicht überragend. Je nachdem, ob man den EVF oder das Display nutzt, komme ich auf etwa 250–300 Bilder pro Ladung. Ich empfehle mindestens zwei Ersatzakkus, wenn man einen ganzen Tag unterwegs sein will.

    Ansonsten ist die Ausstattung bei der Fuji eher spartanisch: Kein Touchscreen, kein WLAN (nur über Eye-Fi-Karten oder Zubehör), kein Klappdisplay, was für mich wie auch anderswo schon erwähnt, ein No-Go ist. Aber irgendwie passt das alles zu ihrem Charakter.

    Die X-Pro1 will keine Allroundkamera sein. Sie will eine Kamera für bewusste Fotografie sein. Die Fujifilm X-Pro1 ist keine Kamera für jedermann. Wer maximale Geschwindigkeit, moderne Features oder hohe ISO-Performance sucht, ist mit einer neueren Fuji oder einer anderen Marke besser bedient.

    Aber, wenn man bereit ist sich auf ihre Eigenheiten einzulassen, bekommt man eine Kamera, die unglaublich viel Charakter und Charme hat.

    Und mit diesem Fazit schließt sich mein Testbericht. Dieser Test mit der Fuji war bislang der aufwändigste. Es hat viel Spaß gemacht, aber auch ab und zu war etwas Frustration mit dabei.

    Ich hoffe das ich euch damit weiterhelfen konnte.

    Bei mpb.com bekommt man diese Kamera aus dem Jahre 2012 ab ca. 500 Euro (Link).

    Hier nun noch einige Fotos die ich mit der Fujifilm X-Pro1 und dem  Fujifilm XF 14mm f/2.8 R gemacht habe: